Stolz, ist das falsche Wort, aber ich bin froh und glücklich in der Schweiz geboren worden zu sein und hier leben zu dürfen. Ich bin erstaunt, wie viele "Neu-SchweizerInnen" sich hier über die Gepflogenheiten, Bräuche und vieles mehr beklagen. Vielleicht wäre es lehrreich, wenn jene sich einmal für längere Zeit in ihrem Ursprungsland aufhalten würden. Ich masse mir nicht an, über Einbürgerungen bzw. Negativentscheide zu urteilen. Irritiert bin ich aber, wenn bei einem Einbürgerungsgespräch auf die Frage aller Fragen: "Warum möchten sie Schweizerin werden?" geantwortet wird: "Mein Verlobter hat mich dazu überredet!" Das finde ich schon äusserst schwach, denn gerade auf diese Frage könnte sich man perfekt vorbereiten. Ich verabscheue Emanzen aber ich wünsche mir selbständige, junge Schweizerfrauen, die eine eigene Meinung haben und selber entscheiden, was gut für sie ist. Frauen, welche dann vor Abstimmungen fragen: "Schatz, soll ich JA oder NEIN stimmen", ärgern mich sehr!

Bericht von Esther Mele