Mehr Platz für Wildbienen

Hochsommer hin oder her. Die Larven der Wildbienen liegen parat in ihren Brutzellen, wo sie sich bald verpuppen werden und dann auf den nächsten Frühling warten. Viele Leute wissen nicht viel über Lebensweise und Bedeutung dieser Tiere. Oder haben Sie etwa gewusst, dass es in der Schweiz rund 615 Wildbienen-aber nur sieben Honigbienenarten gibt? Dass das Weibchen bestimmen kann, ob es weibliche oder männliche Eier legt, oder dass manche Wildbienen ihre Nester in leere Schneckenhäuschen bauen? Rund 45% der einheimischen Wildbienenarten stehen auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten. Der Mangel an Futterpflanzen, Nistplätzen oder der Einsatz von Pestiziden sind bekannte Ursachen. Grund genug also, aktiv zu werden. Innerhalb des Ferienpasses Olten bauten Kinder während eines Nachmittags Nisthilfen für Wildbienen. Begleitet würde der Anlass vom Natur- und Vogelschutzverein Wangen. Das Wohnheim Bethlehem unterstützte den Anlass und stellte Holzrahmen und Werkzeuge zur Verfügung. Bevor es an die Arbeit ging, erfuhren die Kinder viel Wissenswertes und Spannendes rund um die Wildbienen. Die Sensibilisierung der Kinder für die Wildbiene ist die Zukunft dieser Tiere von morgen. Dann ging es los: bohren, sägen, kneten, schleifen, hämmern (auch mal auf den Daumen, autsch!) … Es war sehr eindrücklich und schön zu sehen, wie die Kinder mit viel Sorgfalt, Engagement und der nötigen Ausdauer – denn die brauchte es hier! – an der Arbeit waren und sich auch gegenseitig unterstützten. Geschafft aber stolz nahmen alle am Schluss ihr selbst angefertigtes Wildbienenhotel mit nachhause. An einem trockenen und sonnigen Standort im Garten oder auf dem Balkon aufgehängt, steht es bereit, wenn im kommenden Frühling die nächste Generation Wildbienen schlüpft.

Wer auch selber ein Wildbienenhotel bauen will, findet im Internet u.a. bei Pro Natura eine Anleitung dazu. Alternativ verkauft das Wohnheim Bethlehem in Wangen bei Olten fertige Wildbienenhotels in verschiedensten Formen und Grössen. Achten Sie darauf, dass in der Nähe der Nisthilfe ein ausreichendes Futterangebot für die Bienen vorhanden ist in Form von nektarreichen Pflanzen.