Däniken

Megalithische Kultstätte, historische Werkstätte und 27 rundum zufriedene Gesichter

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Das Bettag Wochenende nutzen 27 Männerriegeler aus Däniken mit ihrem Reiseorganisator und Reiseleiter Rolf Wirz für ihre Vereinsreise ins Bündnerland. Die erste sportliche Herausforderung stand bereits in Zürich an. Der reservierte Wagen im ICE war zuvorderst angekopplet was die Teilnehmer zu einem forschen Marsch weit aus der Bahnhofshalle heraus zwang, schliesslich war die Umsteigezeit recht knapp. Ab Chur ging es im Postauto hinauf nach Flims. Schon bald zeigte sich die faszinierende Landschaft der Bündnerberge in ihrem schönsten Licht. Ein Novum im eleganten Hotel war, dass schon beim Einchecken jeder sein Nachtessen bestimmen und bestellen konnte. Danach gings wiederum mit dem Postbus hinauf nach Falera und ein kurzes Wegstück zum Pick-Nick-Platz. Hier schenkte der Reiseleiter der gut gelaunten Truppe den Apéro aus, während ehemalige «Pfadfinder» die Feuerstelle aktivierten. Servelats und anderes wurde aus dem Rucksack geholt und fürs Feuer vorbereitet. Bald einmal herrschte eine lockere und fröhliche Stimmung.

Nach dem Mittagslunch erwarteten die Männer Cristina Poltéra, die Führerin durch den Steinkalender von Falera. Frau Poltera konnte die Männerschar nicht nur mit ihrem Charme, nein auch mit ihrem grossen Wissen, den lebhaften Erklärungen und witzigen Einlagen über die megalitische Kultstätte rund um die «Mutta» bestens unterhalten und deren Interesse in der warmen Mittagssonne wach halten. Nach soviel prähistorischen Infos wurde die Truppe zur Bergbahn Flims chauffiert. Das allein wäre nicht besonders erwähnenswert, hätte nicht ein etwas übereifriger Chauffeur das gelbe Fahrzeug gesteuert. Er verwechselte wohl sein Gefährt mit einem Rennauto. Manch einem ging ein kalter Schauer über den Rücken wenn er wieder eine der vielen Kurven angesteuert hat... Oben auf der Alp Fopa-Naraus genossen die Männerriegeler die frische Höhenluft an diesem herrlichen Spätsommertag.

Am Sonntagmorgen nutzten ein paar Frühaufsteher die freie Zeit für einen Spaziergang zum Cauma-See. Wieder vereint machte sich die Reisegesellschaft auf zur nächsten Postautohaltestelle für die Fahrt nach Ilanz. Dort erwartete die Teilnehmer eine ganz besondere Überraschung: Der Besuch der Historischen Werkstätte in Mulin bei den Gebrüder Giger. Die Gastgeber und ihre Frauen haben uns empfangen, als würden wir und schon ewig kennen. Freundlich, herzlich, familiär!

Ueli Giger erzählte in unglaublich lebhafter Sprache von seinen Vorfahren, welche das, was wir sahen erbaut und betrieben haben. Als Beispiel erfanden die Gigers einen speziellen Pflug für den Ackerbau, der bis nach Amerika und Bolivien verkauft wurde. Die ganzen Arbeitsgeräte und Maschinen wurde und werden heute noch mit Wasserkraft betrieben. Die Einrichtungen sind im Original erhalten und können immer noch so eingesetzt werden. Nach der Führung zum Wasserrad, zum selbst angelegten Bergseeli und durch die Werkstätten, bewirteten uns die Gigers aufs Feinste. Natürlich geht es, wenn eine handvoll Männer zusammen sind, nicht ohne Schabernack. So lud Ueli ein paar Mutige ein, mit ihm auf seinen Nostalgietraktor zu steigen um nochmals hinauf zum Seeli zu fahren. Richtig fest halten konnte man sich eigentlich nirgends, also wurde das ganze steil bergauf zum reinen Balanceakt. Wie geplant gint alles glimpflich ab, immerhin haben die Mitfahrer für die Rückkehr zum «Terassenrestaurant» den Weg zu Fuss vorgezogen.

Aber auch an diesem romantischen Ort ging die Zeit rasch vorbei und die Reise weiter. Zum Abschluss stand noch die romantische Bahnfahrt von Illanz nach Chur durch die spektakuläre Rheinschlucht auf dem Programm bevor uns die SBB wieder nach Däniken brachte. Rolf Wirz hat seinen Kollegen und Turnfreunden zwei einmalige Tage organisiert – voller Neuigkeiten und Überraschungen. Eine Vereinsreise, die noch lange in bester Erinnerung bleiben wird: Locker, kameradschaftlich, interessant, lehrreich, friedlich, einmalig.

Ruedi Vorburger

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