Anlässlich der Philatelie- Weltausstellung WIPA 2008 in Wien fand während 4 Tagen die Multilaterale 08 statt, an der auch der in Mülligen wohnhaften Max Siegrist teilnahm. Als Mitglied des Philatelistenvereins Baden- Wettingen hat er mit seiner Sammlung „Fürstentum Liechtenstein - Konsortiumsausgaben 1920 - 1921", eine Goldmedaille errungen.

Insgesamt haben 153 Aussteller in 11 verschiedenen Klassen an diesem Wettbewerb teilgenommen, der in den grosszügigen Räumlichkeiten des Austria Center Vienna vor den Toren
Wiens, zwischen den Türmen der „Donau City" und den Vereinten Nationen, stattfand. Auf mehreren Ebenen wurden pro Aussteller 7 bis 10 Rahmen gezeigt, die jeweils 12 Blätter mit den philatelistischen Schätzen, Einzelmarken, Abarten, Blocks, Belegen oder ganze Briefmarkenbogen, enthielten. Da waren zum Beispiel Sammlungen mit den Titeln „ Die österreichischen Zeitungsmarken", „Postgeschichte Ägyptens bis 1889", „Engel und Menschen" oder „Madame ich liebe Sie", was beweist dass der Fantasie bei der Auswahl des Exponates, resp.
des Titels keine Grenzen gesetzt sind. Die Sammlung von Max Siegrist zeigt die Briefmarken, die in den Jahren 1920 - 1921 im
Fürstentum Liechtenstein ausgegeben wurden. Den Namen „Fürstentum Liechtenstein - Konsortiumsausgaben 1920-1921" erhielten die Ausgaben, da zu diesem Zeitpunkt der Postvertrag mit Österreich gekündigt und der mit der Schweiz noch nicht abgeschlossen war. Ein Konsortium bestehend aus Liechtensteinischen und Österreichischen
Persönlichkeiten, waren für die Herausgaben verantwortlich. Diese Marken waren nur jeweils nur wenige Monate im Umlauf, wurden dadurch sehr selten verwendet und sind entsprechend schwer zu beschaffen. Dieser Umstand war es gerade, den Max Siegrist reizte, diesem Gebiet die Aufmerksamkeit zu schenken und eine Sammlung aufzubauen.
In der Zeit vom 3. März 1920 bis im November 1921 wurden insgesamt 49 Marken, zuerst in Kronen- und Hellerwährung und später in Franken und Rappen ausgegeben. Zusätzlich sind viele Marken als Farbprobedrucke, Abarten, als ungezähnte und gezähnte Ausgaben in den Umlauf gelangt, was sich als wahre Fundgrube für einen Spezialisten, erweist. Die Jurymitglieder, die alle Exponate bewerteten, bestand aus erfahrenen, gut geschulten und wohlgesinnten Kennern der Briefmarkenszene, mit profunden Kenntnissen in den verschiedenen Sammelgebieten. Sie erteilten auch Tipps, wie die Punktzahl weiter verbessert werden kann. Die Sammlung von Max Siegrist wurde von den Herren Rolf- Dieter Jaretzky aus Deutschland und M.C. Platinga aus den Niederlanden bewertet und mit 88 von möglichen 100 Punkten mit Gold ausgezeichnet. Der Weg nach Wien führte über Markgröningen (Deutschland) mit Goldauszeichnung im Rang 3, Gmunden (Österreich) auch mit Gold im Rang 2, nach Wien Goldauszeichnung im Rang 1. Als nächstes wir das Exponat an die Italia 2009 (Weltausstellung in Rom) angemeldet, um hoffentlich auch dort zu réussieren.

Diese Sammlung wird an der nächstjährigen Briefmarkenbörse mit Ausstellung am Sonntag, 22. März 2009 im Berufsschulhaus an der Annerstrasse in Brugg, zu sehen sein. Kommen Sie doch mal dort vorbei und schauen Sie sich diese Sammlung an. Vielleicht packt sie der Virus des Sammelns von kleinen Papierzettelchen doch auch noch. Oder kommen Sie an einem Mittwoch Abend ab 20 Uhr im Restaurant Quelle im Kappelerhof in Baden vorbei und lassen Sie sich in dieses oft belächelte, doch äusserst Interessante Hobby einführen. Den Philatelistenverein Baden- Wettingen würde es freuen. (Msi)