Ein grosses Problem erwartete die 38 Kinder der Kinderwoche der reformierten Kirche Birr: Die Stadtmauern von Jerusalem waren zerstört – ob diese wohl rechtzeitig wieder aufgebaut werden können?

Die Stadtmauern zerstört, das Volk verschleppt, zerstreut in einem fremden Land unter anderen Sitten. Anfangs Woche sah die Ausgangslage eher schlecht aus. Doch die Kinder waren sich schnell einig: Sie werden Nehemia tatkräftig beim Wiederaufbau unterstützen. Nehemia ein Israelit ist zu dieser Zeit Mundschenk des Königs von Persien, aber als er von der Zerstörung Jerusalems hört, will er zurück zu seinem Volk.

Als Mundschenk lebte Nehemia damals, vor 450 Jahren vor Christus, auf dem Königshof, ein Traumjob – ähnlich wie heute vielleicht Pilot oder Schauspieler. Aber was macht ein Mundschenk? Am ersten Tag erhielten die Kinder Einblick in diesen Beruf. Beim Ertasten von Gegenständen wie einer Haarbürste war viel Fingerspitzengefühl gefordert, sämtliche Sinne wurden angesprochen. Am zweiten Tag ging es bereits an den Wiederaufbau : In einem Postenlauf bewiesen die Teilnehmer verschiedener Berufsgruppen ihre Teamfähigkeit, Baufertigkeiten und Disziplin. Das Zvieri haben sich die vielen fleissigen Arbeiter nach dieser Anstrengung mehr als verdient. Aber das Bauen machte Spass – ebenso wie das Kennenlernen von Nehemia und seinen Zeitgenossen.

Am dritten Tag galt es bereits, die Mauern von Jerusalem zu verteidigen und vor einer erneuten Zerstörung zu bewahren. Diese wilde Angriffsschlacht fand im Wald statt – ein Geländespiel das den Angreifern so viel Spass machte wie den Verteidigern. Obwohl der Wetterbericht nichts Gutes vorhergesagt hatte, blieb es zeitweilig trocken und der Nachmittag konnte im Freien verbracht werden, was alle sichtlich genossen.

Am letzten Tag folgte das grosse Fest zur Einweihung der neuen Stadt: Das Laubhüttenfest. Alle Kinder halfen tatkräftig mit, das Zvieri, Schlangenbrot, vorzubereiten und eine Laubhütte zu bauen. Mit einem Festschmaus im Magen wurden die Kinder glücklich entlassen.