Am Samstag, 13. September, fand in Aarau die 15. Austragung der Aktion „Aarau wird zum Bauernhof“ statt. Der Bauernverband Aargau lud zum Apéro und die Güselwehr stellte neue Projekte vor.

Dass die Güselwehr so lange Bestand haben würde, darauf wollte vor bald zwei Jahren, als diese von Andreas Brändli ins Leben gerufen wurde, niemand wetten. Doch sie lebt weiter - und bekommt jetzt sogar zusätzlichen Support. Die Kulturgesellschaft Bezirk Aarau will die Aktivitäten der Güselwehr auf weitere Gemeinden des Bezirks ausweiten. Die Gesellschaft, die soziale und kulturelle Projekte unterstützt und sich dort engagiert, wo staatliches Handeln nicht ausreicht, will neue Ideen entwickeln, um die Bevölkerung für das Problem zu sensibilisieren.

Drei neue Aktionen geplant 

Im Rahmen der nationalen Clean-Up-Days und der Aktion „Aarau wird zum Bauernhof“ spannten der Bauernverband Aargau und die Güselwehr Aarau zusammen. Am Freitag sammelten einige Aufräumerinnen und Aufräumer entlang von Feldern und Äcker zwei Stunden lang Abfälle zusammen. Am Samstag kam das Sammelgut der Güselwehr aus der Aarauer Altstadt hinzu und bildete, deponiert im Kasinopark, nicht wirklich einen festlichen Rahmen des Littering-Apéros, an welchem drei neue Projekte vorgestellt wurden, die von der Kulturgesellschaft Bezirk Aarau finanziell unterstützt werden. Der Anlass wurde von Ständerätin Pascal Bruderer besucht, die sich aus nationaler und politischer Sicht zur Wegwerfkultur äusserte und vor allem für die freiwillige Aktion in Aarau und überall in der Schweiz dankte. Schliesslich wurden im Namen der Kulturgesellschaft die neuen Projekte vorgestellt: Gemeinden im Bezirk Aarau, die eine freiwillige Aufräumgruppe auf die Beine stellen wollen, erhalten Support mit einen praktischen Güselkarren, finanziert von der Kulturgesellschaft.

Bezirksaufräumtag zum Frühlingsanfang

Am 21. März 2015 soll ein Bezirks-Aufräumtag durchgeführt und die Helferinnen und Helfer mit einem Znüni, offeriert von der Kulturgesellschaft, bedient werden. Ein drittes Projekt ist Positionierung des Littering-Themas in der Schule. Dafür werden im Laufe der nächsten Wochen und Monate Abklärungen und Verhandlungen geführt, sodass Grundlagen und Lehrmittel in den Schulen zur Verfügung gestellt werden können.