Niederlenz

Märchenhafte Lesenacht in der Bibliothek Niederlenz

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Schul- wurde zum Schlafzimmer

Zum zehnten Mal wurde die Bibliothek im roten Schulhaus in Niederlenz für 30 Kinder von der 3. bis zur 5. Klasse zum Vorlese- und Schlafsaal. Die Lesenacht wird jeweils organisiert von den sechs Frauen der Gruppe Jugend und Freizeit. Am späten Abend rückten die 30 Kinder - die Limite für die Lesenacht - mit Schlafsack, Pyjama, Zahnbürste, Taschenlampe, Finken und ihrem Kuscheltier in der Bibliothek ein. Zwischen den Büchergestellen rollten sie ihr Nachtlager aus, ehe sie sich im grossen Bibliotheksaal unter einem Himmel aus bunten Tüchern hinsetzten und der ersten Geschichte lauschten. Für dieses Jahr hatte sich das Bibliothekteam den Märchen verschrieben. Die wahrhaft wundersame Geschichte von „Aladin und die Wunderlampe" aus 1001 Nacht hörten die Kinder zuerst. Für die richtige Einstimmung sorgten die neben der Vorleserin aufgestellte geheimnisvolle Lampe und eine Wasserpfeife. Snacks und Getränke standen zwischen den Vorlesungen bereit, ehe um Mitternacht nach dem Vorlesen einer Gespenstergeschichte Nachtruhe geboten wurde. Logisch, dass nicht sofort das grosse Schweigen herrschte.
Die Lesenacht wurde auf Initiative des Schweizerischen Instituts für Kinder- und Jugendmedien (SIKJM) gesamtschweizerische lanciert. In Niederlenz, so stellte Bibliotheksleiterin Ursula Stierli mit Genugtuung fest, sind die 30 verfügbaren Plätze jeweils im Nu vergeben. Für die Kinder ist die Übernachtung im Schulhaus einerseits ein lustiges Erlebnis, anderseits werden sie zum Lesen animiert. Die Kinder sind zumeist nicht ausgesprochene Bücherwürmer, aber hin und wieder greifen sie zu einem Buch, wie sie ihre Motivation, an der Lesenacht mitzumachen, selber umschrieben.

Bild: Die Kinder liessen sich mit der von Lotti Bühler vorgelesenen Geschichte von Aladin in den Orient entführen.

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