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Männerturnverein Widen unterwegs im Lavaux

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Dampferlebnis

pz.  Der Männerturnverein Widen reiste dieses Jahr in die Romandie nach Lausanne. Bei kühlem und teilweise unsicherem Wetter verbrachten wir das Wochenende vom 31. August - 2. September 2012 am Genfersee.

Bei stark bewölktem Himmel besammelte sich der MTV Widen am Freitagmorgen beim Bahnhof Berikon-Widen. Kurz nach 07.00 Uhr bestiegen die 16 Teilnehmer unter der Leitung von Patrick Zeindler und Peter Juchli den Zug nach Dietikon. Via Zürich ging die Reise dem Jura-Südfuss entlang nach Biel und von dort gleich weiter nach Lausanne.

Im Guesthouse Lausanne wurde das Gepäck deponiert, bevor die Gruppe sich zur Stadtführung beim Tourismus-Büro versammelte. Unter kundiger Leitung konnten wir in 1 ½ Stunden viele wesentliche Sehenswürdigkeiten, der eher unbekannten Altstadt, von Lausanne zu Fuss erkunden. Vom Pont Ch. Bessières spazierten wir ohne Regenschirm zum historischen Schloss Saint-Maire mit der Statue des verehrten Major Davel, gleich oberhalb des Palais de Rumine, wo heute die Bibliothek und diverse Museen zu finden sind. Danach gelangten wir zur sehr speziellen Kathedrale, deren Kirchenschiff in der Längsachse ein Knick aufweist. Spannend ist auch, dass früher ein Durchgang in der Kirche bestand, welcher als Fussweg rege benutzt wurde. Wenig bekannt ist auch der Zeitansager, welcher auch heute noch in der Nacht die Stunden vom Turm ruft, fast wie beim Munot.  Via Markttreppe gelangten wir zum sehenswerten Place de la Palud, wo das Stadthaus und der Gerechtigkeitsbrunnen stehen und von dort zum eindrücklichen Place de la Riponne mit seinen diversen Museen. Auf der Grand-Pont ging die Zeitreise zu Ende und wir fuhren mit der Metro zum See nach Ouchy.

Dort gleich neben dem Anlegesteg, erwartete uns ein feines Fischmenu und etwas Flüssiges zur Stärkung. Mit dem historischen Dampfschiff „Montreux“ fuhren wir alsbald nach Cully. Zu Fuss ging es durch die einmalige Gegend des Lavaux, mit seinen traumhaften Rebberg-Terassen und der fantastischen Aussicht auf den Genfersee und seine Ufer. In Rivaz begrüsste uns der Inhaber der Weinkellerei Chappuis zu einer gehaltvollen Degustation. Trotz leichtem Nieselregen konnten wir einige exquisite Tropfen in der Laube des Weinkellers geniessen. Zum Apéro gab es noch diverse einheimische Leckereien, was mit der tollen Stimmung, zu einer verspäteten Abreise führte. Mit dem Zug ging es zurück nach Lausanne, wo wir die reservierten Vierbettzimmer im toll gelegenen Guesthouse bezogen. Das Nachtessen war in der bekannten Brasserie Vaudois reserviert, welche wir mit der Metro bequem erreichten. Nach dem feinen Mahl trennten sich die Wege. Einige gingen ins trendige Quartier „Flon“, andere fanden die gewünschte Unterhaltung in Lokal „Les Brasseurs“…  

Auf vielfachen Wunsch wurde das Frühstück bereits am Abend vorsorglich um eine Stunde auf 08.00 Uhr verschoben. Der schlechte Wetterbericht bewahrheitete sich leider, so dass wir nach der Zugreise via Vevey und Blonay, im Nebel und Nieselregen zum Aussichtsberg Les Pléiades gelangten. Nach einem wärmenden Kaffee machte sich die Mehrheit auf, für die geplante grosse Wanderung in der Region. Das Wetter war kalt und versprach leider keine Besserung. Unterwegs entschieden wir uns dann schweren Herzens die grosse Tour nicht anzutreten, sondern nur den stündigen Rundweg zu beenden. Auf diese Weise kamen wir gegen Mittag wieder zum Restaurant zurück, wo genügend Zeit zur Verpflegung, für Gespräche oder für einen Jass blieb. Um 13.30 Uhr fuhr der „Sternenzug“ hinunter nach Blonay, dem Startpunkt für die Dampfbahnfahrt nach Chamby. Auf der romantischen Strecke durch Wald, Wiesen und über einen markanten Viadukt, konnte das Bahnfieber schnell geweckt werden. Im Museum oberhalb von Chamby gibt es eine erstaunlich grosse Sammlung an historischem Schmalspur Lokomotiven- und Wagenmaterial. Die sehenswerte Ausstellung lässt das Herz jedes Bahnfreundes höher schlagen und hat viele begeistert. Mit einem elektrischen Tram ging es nach einer Pause im Bahncafé zurück nach Chamby, wo uns kurz darauf ein Zug der MOB nach Montreux fuhr. Von dort erreichten wir nach einem ereignisreichen Tag gegen 18.00 Uhr unseren Ausgangspunkt in Lausanne. Nach einem Erfrischungsstopp im Guesthouse, freuten sich alle auf das währschafte Nachtessen im Restaurant Café de Paris, mitten in der Altstadt von Lausanne. Der restliche Abend im nächtlichen Lausanne ging jedenfalls sehr schnell vorbei.

Das reichhaltige Frühstück fand wiederum regen Zuspruch und so waren alle pünktlich vor der Unterkunft bereit, um das Gepäck unserem Spediteur Hans Zibung mitzugeben.

Mit der einzigen Metro der Schweiz, gelangten wir vom Bahnhof wieder zum See hinunter. Dort erschien kurz darauf das Dampfschiff „La Suisse“, welches uns via Le Bouveret zum Schloss Chillon brachte. Das immer sonnigere Wetter hob die Stimmung an Bord merklich und so genossen wir die Fahrt mit diesem Wunderwerk der Technik. Beim Schloss erwartete uns eine kompetente Führung durch dieses Wahrzeichen am Genfersee. Die eindrücklichen und spannenden Informationen  belebten den Rundgang in diesem gut erhaltenen Habsburger Schloss. Mit einem Bärenhunger trafen wir uns zum Mittagessen in der Taverne gegenüber dem Schloss. Nach der wohlverdienten Stärkung spazierten wir bei schönstem Sonnenschein dem See entlang zum nahegelegenen Bahnhof Veytaux. Via Lausanne, Bern und Zürich fuhren wir gemütlich zurück in den Aargau. In Widen endete diese unvergessliche Reise in die Westschweiz.   

Der Dank gehört unseren Reiseleiter Peter Juchli und Patrick Zeindler,  welche diese abwechslungsreiche und informative  Reise zusammengestellt haben.

Der Männerturnverein Widen www.mtv-widen.ch trainiert jeden Donnerstag in zwei Alters-Gruppen um 19 Uhr und um 20 Uhr in der Turnhalle Widen, jedermann ist herzlich willkommen.

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