Männerturnerauf Wanderung

..

Der Männerturnverein Untersiggenthal – ist unterwegs bei Freunden im Schwarzwald

Es ist Samstagmorgen 8:00 Uhr, den 11. September 2010. Der Bahnhof Turgi ist in fester Hand der gut dreissig Siggenthaler Männerturner. Es ist der Auftakt zur diesjährigen Turnerreise. Mit dem Thurbo schaukeln wir nach Koblenz, mit umsteigen nach Waldshut. Das Postauto bringt uns nach Tiefenhäusern, welches einen speziellen Anhänger für Velos mitführt. Somit können die strammen „Bikers und Gümmeler“ ohne Schweissperlen die Höhen des Schwarzwaldes erreichen. Ob in den legendären Erlebnisberichten des MTV, mit den 100 und mehr Tageskilometern jeweils diese Bergfahrt inbegriffen ist, werde ich als Präsident nächstens doch noch gründlich hinterfragen müssen. In Tiefenhäusern beginnt die gut markierte 11-Dörferwanderung. Nach einer halben Stunde – endlich der lang erwartete Kaffee- und Gipfelihalt. Nach der Zufriedenstellung von Magen- und Entwässerungssystem geht es erst richtig los. Dorf um Dorf wird erwandert, abwechslungsweise über Feld, Wiesen,  Wald und durch schmucke Dörfer. Das Wetter ist herrlich, 20 Grad und kein Wölklein am Himmel. Die Region vermarktet sich als Naturpark Südschwarzwald und wird ihrem Namen gerecht. Nur die lieblos, teilweise chaotisch angeordneten Photovoltaik- und Sonnenkollektoren auf fast allen Hausdächern lassen das Feingefühl für den Landschaftsschutz als ein Erholungsgebiet vermissen. Um die Mittagszeit erlauben uns die zwei Wanderleiter Thomas & Thomas an einer schönen Waldecke zu rasten. Interessant zu sehen, was da alles ausgepackt wird: Brot, Käse, Servelat, Aufschnitt, Eier, Tomaten; Brotaufstriche aller Varianten ergeben eine köstliche Mahlzeit aus dem Rücksack! Ein spezielles Aha-Erlebnis gibt es für Hansueli, entpuppt sich doch der noch schnell zu Hause aus dem Kühlschrank gefischte kleine „Caprice des Dieux“ als „Bleistiftspitzer“. Weiter geht es auf der Rundwanderung, die teilweise parallel zur Schinkenwanderung verläuft. Nur Schinken dürft Ihr da keinen erwarten, dafür lichten Mischwald, wie auch den für den Schwarzwald typischen dunklen Tannenwald. Je länger wir auf der Wanderung sind, umso schneller wird das Tempo. Der Stalldrang macht sich bemerkbar. Die Wanderleiter haben alle Mühe, die Gruppe zusammenzuhalten und den rechten Weg zu weisen. Nach vier Stunden Marschzeit werden die schönsten Träume erfüllt – eine Gartenwirtschaft mit würzigem Schwarzwälderbier! Nur noch eine halbe Stunde Fussmarsch bis zum Ziel – die Brauerei Waldhaus. Nach dem Apéro werden wir zu einem Rundgang eingeladen. Es wird uns beigebracht, dass Bier nicht dick mache, sondern nur das, was dazu gegessen werde. Und genau das haben wir mit einem zünftigen Brauereimenü und etwas Bier vollzogen. Um 23:00 Uhr wurden wir vom Carchauffeur Suter abgeholt, der uns wohlbehalten in Untersiggenthal ablieferte. Den Organisatoren Thomas & Thomas sei vielen Dank für die originelle Turnfahrt! Peter Kim

Meistgesehen

Artboard 1