LoTi-Nördlich Lägern am Herbstmarkt Fisibach

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Fisibach ist der Eingang zum idyllischen Bachsertal und somit mit grosser Wahrscheinlichkeit betroffen vom atomaren Tiefenlager, sollte der Standort „Nördlich Lägern“ vom Bund als der am besten geeignete Ort erachtet werden. Darum war an diesem Herbstmarkt für einheimische Produkte nicht nur die Nagra vertreten, sondern hatte auch LoTi, mit Ambros Ehrensperger und der Nationalratskandidatin Astrid Andermatt einen Standplatz. Beide warben um ihre Anliegen.

Nach der Gründungsversammlung der Regionalkonferenz im Rahmen des Partizipationsverfahrens in Otelfingen war dies die erste Gelegenheit, mit diesem Anliegen die betroffene Bevölkerung direkt ansprechen zu können. Im Vorstand der Regionalkonferenz ist der Verein LoTi durch Barbara Pietragalla aus Ehrendingen vertreten. Im weiteren arbeiten in der Fachgruppe Sicherheit Astrid Andermatt, in der Fachgruppe Oberflächenanlagen Hanspeter Bugmann und Daniel Frei und in der Fachgruppe Sozioökonomisch-ökologische Wirkungsstudie und Entwicklungsstrategien (SöW) Dieter Andermatt vom Verein in verschiedenen Funktionen mit.
Mit dem Vorstandsmitglied Ambros Ehrensperger, der den Stand organisierte und der Co- Präsidentin und Nationalratskandidatin Astrid Andermatt an der Spitze wurden die Interessen und Absichten des Vereins am Herbstmarkt prominent vertreten. Einige wenige Marktbesucher machten eisige Mine angesichts des Standes und passten sich so bestens der wehenden Bise an. Die meisten angesprochenen Besucherinnen und Besucher zeigten sich aber interessiert und so ergaben sich viele interessante Gespräche. Diese machten aber deutlich, dass ein Grossteil der betroffenen Bevölkerung zwar von der Problematik schon gehört hat, aber noch sehr schlecht informiert ist. Den meisten ist zudem absolut nicht bewusst, dass der Bundesrat schon im Februar die Wahl des Standortes bekannt geben wird. Man glaubt, das Ganze komme irgendwann in ferner Zukunft und betreffe sie selber wohl kaum mehr. Umso erstaunter waren sie, als sie erfuhren, wie wahrscheinlich ein Standort „Nördlich Lägern" ist und wie schnell das Auswahlverfahren abgeschlossen sein wird. Aus Gesprächen ging deutlich hervor, dass sich zwar alle bewusst sind, dass ein Lager gefunden werden muss, da der atomare Abfall nicht wegdiskutiert werden kann. Einig war man, dass nur der sicherste Standort in Frage kommen darf und nicht dort das Lager realisiert werden soll, wo der Widerstand der Bevölkerung am geringsten ist. Zudem meinen auch alle, dass unsere Gegend mit den drei Atomkraftwerken und dem Zwischenlager schon genug in Kauf nehmen müssen.
Dass mit dem beschlossenen schrittweisen Aussteigen aus der Atomwirtschaft auch im Bereich Tiefenlagerung Planungssicherheit besteht, wurde positiv gewertet, da man nun mit grosser Genauigkeit abschätzen kann, welche Lagerkapazität für hochaktive Abfälle das künftige Tiefenlager bieten muss.

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