(Andrea Giger) Am 25. November abends ertönten poppige Klänge aus der reformierten Kirche. Der reformierte Kirchenchor unter Gesamtleitung von Chorleiter und Organist Nicola Cumer gestaltete ein vielseitiges Programm und machte eine Brücke von alter Musik bis hin zur Popmusik. Sie wurden unterstützt durch die Instrumentalisten Isabel Torres (E-Bass und Chorleitung), Alejandro Sarmentero (Klavier), Claudio Provenzano (Schlagzeug) und Frank Pohl (Saxophon).

Der erste Teil des Konzerts gehörte der alten Musik. Alejandro Sarmentero interpretierte am Flügel mit weichem Klang Variationen von J. P. Sweelinck (1562-1621), dazwischen sang der Chor Motetten von S. Calvisius (1556-1615) und A. Gumpelzhaimer (1559.1625). Es folgten 3 Choralbearbeitungen für Chor und Klavier, die Nicola Cumer selber komponiert hatte. In den Klavierzwischenspielen von Nicola Cumer spürte man seine Leidenschaft und sein Können in der Improvisation.

Der Höhepunkt des Konzertes war dann der «Pop-Gottesdienst» von A. Hausammann (geb. 1970) für Chor, Klavier, E-Bass, Schlagzeug und Saxophon. Diese Komposition ist ein Auftragswerk der reformierten Kirche, eigens zum 500jährigen Reformationsjubiläum komponiert, und wurde 2017 uraufgeführt. Zu poppigen Klängen ertönten bekannte und unbekannte Choräle und die Begeisterung des Chors für dieses Werk war zu spüren. Das Publikum dankte mit grossem Applaus für ein gelungenes Konzert mit zum Teil ungewöhnlichen Klängen.