Fraktionsbericht zur Einwohnerratssitzung vom 17. Mai 2018:

Die denkmalgeschützte Holzbrücke auf der Klosterhalbinsel muss dringend saniert werden. Nach einer längeren Klärungsphase der Eigentumsverhältnisse mit dem Kanton liegt nun ein Plan zur Instandsetzung vor. Die Fraktion SP/WettiGrüen freut sich über das Projekt und stimmt dem Kreditbegehren für die Sanierung der historischen Brücke zu. Der Kanton bezahlt einen grossen Teil der Kosten und die Wettinger Klosterhalbinsel wird künftig durch einen weiteren architektonischen Hingucker aufgewertet.

In einem Postulat forderte Leo Scherer den Gemeinderat auf, beim ENSI (Eidgenössisches Nuklearsicherheitsinspektorat) Auskunft zu verlangen, welcher Strahlenbelastung die Wettingerinnen und Wettinger im Falle eines plötzlichen und vollständigen Versagens des Reaktordruckbehälters im Atomreaktor Beznau 1 ausgesetzt werden. Die Antwort des ENSI sowie die Stellungnahme des Gemeinderats erachtet die Fraktion als ungenügend und ist daher mit der Abschreibung nicht einverstanden. Entweder kann oder will das ENSI keine genaueren Angaben machen zur Gefahr für Wettingen. Beides ist bedenklich. Darum muss hier nachgehakt werden.

Der Überweisung und gleichzeitigen Abschreibung der Motion betreffend Konzessionsgebühr ohne Mehrwertsteuer von Jürg Meier und Leo Scherer stimmt die Fraktion zu. Der Vorstoss wurde vor nicht einmal sechs Monaten eingereicht und ist bereits bearbeitet. Bravo Gemeinderat und weiter so.

Michael Merkli fordert in einem seiner Postulate ein Naturschwimmbad im Freibad Tägi. Dies lehnt die Fraktion zwar ab, doch die Idee einer Flussbadi mit Steg an der Limmat wäre wünschenswert. Plätze dafür gäbe es in Wettingen genug, beispielsweise bei der Fischerhütte oder unterhalb der sanierten Holzbrücke. Auch ein Baggersee wäre in naher Zukunft im Bereich der heutigen Kiesgruben denkbar.

Alain Burger