Die Exkursion des Naturschutzvereins Eiken, die begeisterte

Rund 20 Personen stehen um 10 Uhr am Sonntagmorgen vom 5. Juni 2016 neben einer Wiese mit Orchideen. Dieser Ortsteil oberhalb der Schiessanlage Eiken ist für mancher Exkursionsbesucher und manche Besucherin unbekannt. Martin Bachofer, ein engagierte Bauer und seit Jahren Mitglied des Naturschutzvereins, führt die Gruppe von diesem wunderbaren, naturnahen Ortsteil weiter zum Bienenhaus auf dem Seckenberg.

Markus Bachofer, unser Referent und Bienenexperte, bietet uns einen Einblick in die Arbeit eines Bienenzüchters und Honigproduzenten. Er führt seit ein paar Jahren einen Bienenbetrieb mit Herzblut. Er ist einer der 19'000 Imkerinnen und Imkern in der Schweiz. „Der Duft hat mich fasziniert“, so Markus Bachofer, wohnhaft in Frick. Beim Götti lernte Markus Bachofer die Bienenhaltung kennen. Dass er seine Tiere gut umsorgt, wird den ZuhörerInnen bewusst, als er über seine Arbeit berichtet und wie er mit seinen Sechsbeinern umgeht.

Das Futterangebot der Bienen auf dem Seckenberg ist ideal. Wichtige Nahrungslieferanten für die Bienen, die sogenannten Trachtpflanzen, sind Löwenzahn, Obstbäume, Raps, Weiden sowie verschiedene Nadel- und Laubbäume. Direkt neben dem Bienenhaus blühen zahlreiche Margeriten. Die Exkursionsteilnehmer erfreuen sich dieser Pflanze, die Biene bevorzugt jedoch andere Blüten. Den Blütenstaub der Margerite holen die Bienen erst, wenn die Trachtpflanzen abgeerntet sind.

Seit 2014 gibt es einen nationalen Massnahmenplan zur Gesunderhaltung der Bienen. Die Bienen sollen geschützt und die Lebensgrundlagen verbessert werden. Der Imker muss Vorkehrungen treffen, damit sein Bestand gesund bleibt. Unser Bienenzüchter und Honigproduzent Markus Bachofer, der seine Tiere liebt, braucht aber kein Gesetz, das ihn in die Pflicht nimmt. Dass sein Bienenvolk gesund bleiben soll, ist für ihn selbstverständlich. Markus Bachofer achtet besonders gut auf die Gesundheit seiner kleinen Sechsbeinern, indem er die Brut öfters kontrolliert, insbesondere den Parasitenbefall. Damit die befallenen Völker nicht absterben, reduziert er, falls nötig, die Varroapopulationen. Die Milbe vermehrt sich ausschliesslich in der verdeckelten Bienenbrut. Markus Bachofer schneidet regelmässig Drohnenwaben aus, damit er auf einen zu grossen Befall reagieren kann.

Honig sowie Blütenpollen für medizinische Anwendungen sind beliebt. Die Bachofers vertreiben ihren Honig im Direktverkauf und seit Kurzem auch im Volg in Eiken. Doch nicht alles gibt es zu kaufen. Vorenthalten bleibt der „Gelée royale“. Dieser ist für die Königin bestimmt. Die Arbeiterbienen bedienen sie mit diesem speziellen Futtersaft. Von der Königin ist der Erhalt des Bienenvolks abhängig, deshalb wird diese Biene speziell umsorgt.

Auch die Besucherinnen und Besucher kamen am Schluss der Exkursion zu einem„Menue royal“. Die Familien Bachofer hatten für die Gäste ein genüsslichen Mittagessen vorbereitet. Ein königlicher Abschluss nach einer lehrreichen und faszinierender Exkursion mit süssem Abgang.