Leserbrief zum Artikel vom 6. Mai Lenzburg Seetal: Arbeitsgruppe zur Zukunft der Kreisschule Lotten

Gesamtschule in Hunzenschwil, Rupperswil und Schafisheim muss ebenfalls geprüft werden

(Leserbrief)

Artikel vom 6. Mai 2010 Arbeitsgruppe zur Zukunft der Kreisschule Lotten

Unter dem Namen „Quo Vadis Kreisschule Lotten" oder „Wohin gehst du Kreisschule Lotten" haben die Gemeinderäte der 3 Lottengemeinden eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen.

Im letzten Jahr hat das Stimmvolk beeindruckend festgehalten, dass Sie mit dem Bildungskleeblatt und dem damaligen Regierungsrat Rainer Huber nicht einverstanden war. Insbesondere in den drei Lotten Gemeinden Hunzenschwil, Rupperswil und Schafisheim wurde eindrücklich dokumentiert, dass man gegen die neue Bildungsreform war und sich klar gegen eine Auslagerung der Oberstufe nach Lenzburg entschied.

Bis vor kurzem war die Kreisschule Lotten gerettet und seit dem Entscheid des Souveräns war auch wieder Ruhe in die Schule eingekehrt. Die Qualität der Kreisschule ist sehr hoch und sie arbeitet als eine der ersten Schulen nach den Grundsätzen der Integrativen Schulung. Ebenfalls wurde als erste der Lottenschulen die Schulsozialarbeit eingeführt. Der Schulleiter, die Standortleiter und die Lehrpersonen setzen sich täglich für eine qualitativ hochwertige Schule  ein und bereichern das Dorfleben. Diese Punkte haben sich positiv ausgewirkt. So konnten die Straffälle massiv reduziert werden und über 90% der Schüler/Innen gehen sehr gerne in die Kreisschule zur Schule.

Nun haben auch die Gemeinderäte der Lottengemeinden festgestellt, dass es infolge der hohen Bautätigkeit in den einzelnen Gemeinden mehr Kinder gibt. Dies bedeutet, dass man neben Mehreinnahmen bei den Steuern auch die Infrastruktur den neuen Anforderungen anpassen muss und vielleicht neue Wege bestritten werden sollten.

Meiner Meinung nach ist der eingeschlagene Weg richtig, sofern man nicht nur die Kosten in den Vordergrund stellt, sondern ein Gesamtkonzept erstellt. Dies beinhaltet natürlich nicht nur die Kreisschule sondern sämtliche Schulen in den drei Lottengemeinden. Die Arbeitsgruppe sollte demnach „Quo Vadis Schulen der Lottengemeinden" heissen.

Um Kosten einsparen zu können, sollte man sich Gedanken über eine Gesamtschule machen. Dies würde es ermöglichen, dass Schulräume optimal genutzt werden könnten. Die Verwaltungskosten könnten gesenkt werden und es würden statt nun 4 Schulpflegen (21 Personen), 4 Schulleitungen und 4 Sekretariate nur noch eine Schulleitung mit der entsprechenden Behörde benötigt, welche dafür umso effizienter arbeiten könnte. Die dadurch reduzierten laufenden Kosten, könnte man in die Infrastruktur investieren.  Es wäre vor allem die Aufgabe der Parteien Gemeindeübergreifend solche Anliegen  zu unterbreiten.

Es ist mir bewusst, dass diese Gedanken eher auf Ablehnung stösst. Eine Variante Gesamtschule müsste jedoch geprüft werden. Bei der Analyse der Schule darf es keine Tabus geben und es darf nicht nur um die Kreisschule gehen. Es sollte um die Schüler der Unter-, Mittel- und Oberstufe gehen, welchen eine sehr gute und finanzierbare Ausbildung in einer der Lottengemeinden ermöglicht werden sollte. Ich freue mich auf die Resultate der Arbeitsgruppe und bin überzeugt, dass dies der richtige Weg ist. Persönlich werde ich mich dafür einsetzen, dass die Kreisschule Lotten weiter in einer der Lottengemeinden bestehen bleibt.

Ich freue mich als Privatperson auf die kommenden spannenden Monate.

Reto Sterki

IG der Lottenschulen

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