Fünf Klassen der Kantonalen Schule für Berufsbildung (ksb) in Aarau haben sich kurz vor Weihnachten für andere Menschen ins Zeug gelegt. Dank dem Engagement der Aarauer Jugendlichen kann der Schulbesuch für fünf pakistanische Mädchen während eines Jahres finanziert werden.

Bei winterlicher Kälte sprachen die Lernenden der ksb Passantinnen und Passanten in der Stadt an und informierten sie über die von ihnen unterstützten Projekte. Mit dem Verkauf von Guetzli und Salzsäckchen sowie dank spontanen Spenden kam ein stolzer Betrag von 3300 Franken zusammen. Der weitaus grösste Teil davon kommt dem Verein „Living Education“ zugute, der in Pakistan die „Swiss School“ betreibt. Rund 130 Mädchen besuchen dort die kostenlose Tages- und Internatsschule. Zudem profitieren 80 junge Frauen vom „Swiss College“, wo sowohl natur- als auch geisteswissenschaftliche Fächer studiert werden können. Frauen, die Gewalt erleben, finden ausserdem Zuflucht in einem separaten Frauenhaus des Vereins oder bei einer Rechtsberatungsstelle.

Eine Klasse der ksb sammelte zusätzlich für die Stiftung "Wunderlampe" sowie für die Hilfsorganisation "Reach Out Worldwide“.

Weshalb engagieren sich die Lernenden der ksb für andere Menschen? „Die Vorstellung, dass rund 90 Prozent der verheirateten Frauen in Pakistan von familiärer Gewalt betroffen sind und über 70 Prozent weder lesen noch schreiben können, hat uns dazu bewegt, für Living Education eine Sammelaktion zu organisieren“, meint ein Lernender der Klasse A33. „Auf Leute zuzugehen, sie anzusprechen und um Unterstützung zu bitten – das ist kein einfaches Unterfangen. Doch der Einsatz hat sich gelohnt!“ Mit dem zusammengetragenen Geld können für fünf Mädchen während eines Jahres der Unterricht, die Unterkunft und das Essen bezahlt werden. Darauf dürfen die Lernenden der ksb zu Recht stolz sein.