Jetzt sind es bereits neun Jahre und von Müdigkeit kein Schimmer. Das neunte Lager führt die 13 Leiterinnen und Leiter mit 28 Kindern und Jugendlichen erneut in die Lenzerheide, wo sie trotz gegenteiligem Wetterbericht beste Verhältnisse und strahlendes Wetter erwarteten.

Sonntags in der Früh ging es los auf die Lenzerheide, wo bereits mittags die ersten Schwünge in den neuen Schnee gezogen werden konnten. Nach diesem sonnigen Start auf der Piste ging es zum Lagerhaus Don Bosco, in welchem das Gepäck der Teilnehmer zum Auspacken bereitstand. Schon kurz nachdem alle ihr Material versorgt hatten, wartete ein leckeres Abendessen. In einem wirbligen Spiel, bei dem die Teilnehmenden verschiedene Aufgaben im Schnee erledigen mussten und sich Schneeballschlachten mit den Leitern zu liefern hatten und viel gelaufen wurde, konnten die letzten von der Reise aufgestauten Energiereserven abgebaut werden. Überraschend ruhig verlief die berühmt berüchtigte erste Lagernacht.

Der Montag stand ganz im Zeichen des Wintersports. In kleinen Gruppen wurden die Kinder auf ihrem Niveau abgeholt und spielerisch an ihrer Technik gefeilt. Eine Aufgabe, die dank der grossen Motivation der Kinder leicht fiel. Die breite Auswahl von Pisten des vielseitigen Skigebiets Lenzerheide, bietet für jedes Bedürfnis die richtige Abfahrt und den richtigen Skilift. Der morgendliche Neuschneeflaum sowie die tiefen Temperaturen sorgten für das richtige „WINTERlager-Feeling". Am Abend konnten die Teilnehmenden ihr Können auf eine andere Art unter Beweis stellen. Bei Tabu, Knut, Ligretto, Meiern und ABC DRS3 konnten sich die einzelnen Gruppen Fünfräppler erspielen und die reichste Gruppe wurde am Ende mit einem Preis gekürt.

Auch am dritten Tag wurden wir von einem Extrabus vor dem Lagerhaus abgeholt und bis wenige Meter vor den Skilift gebracht. Nach intensiven und teilweise lauten Aufwärmspielen wie Päckliaufmachen, Duureschüttle und Pferderennen ging das Sportprogramm in den verschiedenen Gruppen weiter. In diesem Jahr waren keine blutigen Ski- oder Snowboardanfänger mit dabei, dafür sehr talentierte Junglenker. Dadurch sahen bereits an diesem dritten Tag die meisten Teilnehmenden den grössten Teil des Skigebiets, was die Leiterinnen und Leiter nicht wenig mit Stolz erfüllte.
Am Abend wurde die Umgebung des Lagerhauses in einem anderen Schein erkundet. Mit Fackeln ausgerüstet begab sich die Lagergemeinschaft auf eine romantische Winternachtwanderung. Als die Fackeln nicht mehr brannten, leuchteten dafür umso mehr die Sterne am klaren Himmel. Zurück beim Lagerhaus warteten warmer Tee, ein Feuer mit Würsten, Ketchup, Senf, Mayonnaise und Brot. Nach diesem Schlummer-Imbiss fielen alle müde und zufrieden ins Bett.

Der Mittwoch begrüsste uns zu Beginn mit Schneefall und dennoch guter Sicht, was den Pistebetrieb somit nicht beeinträchtigte. Während dem Mittagessen, welches auch an diesem Tag vom Küchenteam direkt in den warmen Gruppenraum im Restaurant Tgantieni geliefert wurde, riss der Himmel auf und ein prächtiger, sonnenerfüllter Winternachmittag kündigte sich an. Diese Umstände beflügelten Lagerteilnehmerinnen und Lagerteilnehmer sowie das Leitungsteam so sehr, dass der Nachmittag in vollen Zügen genossen und bis zur letzten Minute genutzt wurde, um weiter an „Noseturns", „Walzern", „Kurzschwingen" und „Carven" zu üben.

Zurzeit dröhnt die legendäre Lagerdisco unter dem Motto Mafia, nachdem alle in den Genuss einer echten italienischen Tafelrunde inklusive Bedienung kamen. Die Lagergemeinschaft befindet sich mafiös verkleidet, tanzend, singend und hüpfend im Esssaal und dürfen morgen eine Stunde länger schlafen, bevor es in verschiedenen Gruppen in den „Workshop-Tag" geht. An diesem Tag können alle Kinder ein Alternativprogramm zum regulären Pistenbetrieb wählen. Dies sorgt für Abwechslung und Regeneration der Muskeln.

Der Freitag ist der letzte Sporttag dieser Woche. Ein Skirennen wird diesen Tag gebührend beenden. Samstags geht es bereits wieder Richtung Unterland, braungebrannt mit vielen schönen Erinnerungen. (dre)