Schöftland

Lehrerkonzert „Flauto con corde“

megaphoneaus SchöftlandSchöftland

Raritäten, Spezialitäten und andere Besonderheiten waren am Konzertabend vom Donnerstag, 22. September 2016 in der reformierten Kirche in Schöftland zu hören.

Das Konzert „Flauto con corde“, das auch im Rahmen des 30-Jahre-Jubiläums der Musikschule Schöftland stattfand, war voller Überraschungen. Waren die Stücke doch bis zuletzt streng geheim gehalten, wurden sie doch im Konzert mit interessanten Erläuterungen vorgestellt.

Beginnend mit dem Flötenquartett von G. Rossini und dem Beinamen „Der Sturm“, brillierte Christof Bischofberger (Querflöte), Claudia Petersen (Violine), Dieter Binkert (Viola) und Marita Binkert (Cello). Sehr treffend war die Zusatzbezeichnung zum 3. Satz: „Von einem lauen Lüftchen, über einzelne Regentropfen bis zum Orkan“. In rasender Geschwindigkeit wurde alles musikalisch sehr anschaulich dargestellt.

Danach war ein Trio von  J. G. Albrechtsberger in der seltenen Besetzung für zwei Bratschen und Kontrabass  zu hören. Mit den zwei Solowalzern von D. Dragonetti gelang Marita Binkert eine besondere Mutprobe auf dem Kontrabass. Danach wurde von Dieter Binkert mit der Viola d’amore ein äusserst seltenes Streichinstrument vorgestellt, die aufgrund der vielen Saiten, die zudem noch je nach Stück die Stimmung wechseln, sehr schwierig zu spielen ist. Diese Herausforderung wurde aber von Dieter Binkert im Trio von J. G. Albrechtsberger für Querflöte, Viola d'amore und Kontrabass bravourös gemeistert.

Nach einem Stück von M. Haydn für Violine, Bratsche, Kontrabass und einem Duo für Querflöte und Viola, endete das Konzert mit einem weiteren Querflötenquartett. Ein schmissiges  Potpourri über die „Carmen-Suite“ von G. Bizet rundete den Abend ab.

Eine Besonderheit dieses Konzertes war, dass die drei Streicher sich mit jeweils zwei verschiedenen Instrumenten präsentierten. Claudia Petersen mit Geige und Bratsche, Dieter Binkert mit Bratsche und Viola d'amore und Marita Binkert mit Cello und Kontrabass. Diese Umstellung oder Vielfalt ist nicht nur logistisch ein Problem, sondern es verlangt den Musikern auch äusserstes Können und Anpassung ab.

Ein sehr gelungenes Konzert wurde mit reichlich Applaus belohnt.

Meistgesehen

Artboard 1