Schöftland

Lehrerkonzert der Musikschule Schöftland

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«Barock: Inbegriff von Üppigkeit, Verspieltheit, Pathos, Affekt und Effekt und von Gegensätzen. In der barocken Musik spiegeln sich diese Attribute, weshalb sie ihre Faszination bis heute nicht verloren hat. Besonders wenn sie auf historischen Instrumenten epochengerecht zur Aufführung gelangt».

Diesem Klangbild haben sich die fünf Musikerinnen und Musiker Judith Schneider (Barockoboe und Blockflöte), Claudia Petersen (Barockvioline), Stefan Spreng (Trompete), Rivert Petersen (Viola da Gamba und Blockflöte) und Thomas Peyer (Cembalo und Orgel) im Konzert vom Dienstag, 8.11.2016 in der Reformierten Kirche in Schöftland verschrieben. Sie nahmen die zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf eine Reise durch Europa des ausgehenden 17. und beginnenden 18. Jahrhunderts. Durch England, Deutschland, Frankreich bis nach Italien…

Eröffnet wurde das Konzert mit der «Suite in D» von Georg Friedrich Händel für Trompete und Orgel gefolgt von einem «Quartett in G» von Georg Philipp Telemann. In diesem Quartett, welches für Barockoboe, Blockflöte, Violine und Basso continuo geschrieben wurde, konnten die Musikerinnen und Musiker ein erstes Mal zelebrieren, wie anspruchsvoll die sogenannte alte Musik ist. Denn die Verspieltheit des Barocks zeigte sich in den Werken auch immer wieder mit einer herausfordernden Virtuosität, die die Musikerinnen und Musiker durch den ganzen Konzertabend begleitet hat. Die Vielfältigkeit der Instrumente war an diesem Konzertabend auch bewundernd. So spielte zum Beispiel Judith Schneider neben verschiedenen Blockflötenarten und Barockoboe auch die Oboe da Caccia. In der «Kanonischen Sonate in G Nr.1» von Georg Philipp Telemann konnte man dieses eher seltene und vielleicht nicht so bekannte Instrument bestaunen. Interessant für die Zuhörerinnen und Zuhörer waren auch die Hintergrundinformationen der Musikerinnen und Musiker zu den einzelnen Instrumenten. So konnte man sich ein Bild machen, aus welcher Zeit diese Instrumente stammten und wie sie eingesetzt wurden. Das Basso continuo zum Beispiel, welches durch einen Cembalospieler gespielt wird und an diesem Konzertabend ausschliesslich der Begleitung galt, war ein wichtiger Bestandteil des Barocks.

Stefan Spreng, der das Konzert mit der Trompete eröffnete, wurde in diesem Konzert ganz vielfältig eingesetzt. Mal im Trompetenspiel, dann begleitend an der Trommel, übernahm er im Werk von Heinrich Ignaz Franz Biber, der «Sonata representativa» sogar die Aufgabe des Sprechers. In dieser Sonate kamen diverse Tiere vor, welche musikalisch auf der Barockvioline dargestellt wurden. Virtuos und sehr überzeugend führte uns Claudia Petersen durch diese Tierwelt.

Mit «La Sultane» von Francois Couperin und einer «Sonata a quattro» ging ein wiederum tolles und gut besuchtes Konzert dem Ende entgegen. Dieses Konzert der Musikschule Schöftland war auch das letzte Lehrerkonzert im Jubiläumsjahr «30 Jahre Musikschule».

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