Vom 3. – 5. Oktober 2014 war die LEGO-Stadt in der FEG Unteres Aaretal in Kleindöttingen. Kinder im Alter on 8-12 Jahren konnten sich zu diesem Anlass anmelden und hatten die Möglichkeit, unter Anleitung von einigen Mitarbeitern eine ganze Stadt aus Legosteinen zu erbauen. Herr Peter Egli vom Bibellesebund Schweiz war gekommen, um mit seinen jungen Helfern diese Aufgabe zu meistern.

Es entstand ein Bahnhofgebäude mit einem Zuggeleise, das rund um die ganze Stadt führte, eine Parkanlage mit Kinderspielplatz, ein See mit Inseln, Strand und Schiffanlegestelle, eine Kirche mit Turm und Turmuhr, mehrere Wohnhäuser wie zum Beispiel ein gläserner Wolkenkratzer, eine Hauptstrasse mit Verkehr, ein Landeplatz für Helikopter und vieles mehr, das zu einem Stadtleben gehört – und das alles wurde von diesen fleissigen kleinen Händen an zwei Nachmittagen Stein um Stein zusammengefügt! Ein grosses Lob an alle kleinen Architekten!

Während den Arbeitspausen gab es etwas zu trinken und zu essen und Herr Egli erzählte Geschichten, damit den Bauarbeitern der Spass an der Arbeit nicht verging.

Am Sonntag dann trafen sich die Kinder mit ihren Angehörigen und Freunden um 10 Uhr zum Gottesdienst, der von Herrn Egli und seiner Freundin Jenny geleitet wurde. Alle waren gespannt, wer denn diese Freundin sei, von der Peter erzählt hatte.

Dann stellte sich heraus, dass es eine Handpuppe ist, die Peter in einem Koffer auf seinen Reisen begleitet und die er als Bauchredner zum Leben erweckt.

Jenny hatte erfahren, dass Peter von einem Jungen gehört hatte, der einen Schatz entdeckt habe. Es interessierte sie sehr, was denn das für ein Schatz gewesen sei, und somit begann die Geschichte von diesem jungen Hirten im fernen Israel, der auf der Suche nach einem verlorenen Schaf, in einer Höhle auf grosse Tonkrügen stiess, in denen sich alte Schriftrollen befanden. Er fand kein Gold oder Geld oder sonstige Wertgegenstände, nein er fand alte Aufzeichnungen, die er nicht verstand.

So verkaufte er sie in der nächsten Stadt an den meistbietenden Händler. Nach einigen Jahren, im Jahr 1948 wurde dann bekannt, dass es sich um die echten Schriften des Propheten Jesaja aus dem alten Testament handelte. Die Originaltexte der Bibel, die aufgrund der bestehenden Uebersetzungen auf ihre Echtheit überprüft und für wahr befunden wurden.

„Jo, isch denn das wahr, was i de Bible stoht?“. fragte Jenny ihren Peter.

Das sei wie mit einer Essiggurke. Peter versuchte Jenny weiszumachen, dass Essiggurken süss seien.

„Nei, das stimmt nüd!“ meinte die Rothaarige. Warum denn nicht? „Ich ha sie probiert, die sind suur!“ „Aha, du musst sie zuerst versuchen. Genauso ist es mit der Bibel, man muss sie lesen, um zu wissen was drin steht und ob es stimmt.“

Jenny wollte wissen wie sie denn die Bibel lesen müsse, ob sie von hinten anfangen könne, dann wisse sie schon wie die Geschichte ausginge…..aber Herr Egli gab ihr den Rat, von Anfang an alles zu lesen, damit sie auch die Zusammenhänge verstünde. Zudem bestehe auch die Möglichkeit, mit anderen über die verschiedenen Themen auszutauschen und entsprechende Literatur zu Rate zu ziehen.

Somit stellte Herr Egli die Arbeit und verschiedene Publikationen des Bibellesebundes in der Schweiz vor. Er erläuterte wie wichtig das Lesen der Bibel ist, damit jeder einzelne die Geschichte Gottes mit uns Menschen kennenlernen kann und somit Liebe und Vergebung ein harmonisches Miteinander ermöglichen.

Nach einigen Liedern und dem Bekanntgeben der einzelnen Anlässe in der nächsten Woche waren alle Anwesenden eingeladen, die entstandene Stadt zu besichtigen. Nachher bestand die Möglichkeit bei Kaffee und Kuchen oder einem kleinen Snack, der von der Bäckerei Alt aus Endigen geliefert worden war über jenes oder dieses auszutauschen.

Ein gelungener Anlass ging somit zu Ende und man hofft, in nicht allzu langer Zeit wieder zu einem Bautermin eingeladen zu werden – oder zu einem Bibelstudium.

Zuzana Anghelescu