Endingen

Laternen für die Kleinen, Comics für die Grossen

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Endingen – Mit Räbelichtliumzug und Lesenacht erlebten die Schülerinnen und Schüler der Schule Endingen einen interessanten und erlebnisreichen Dienstagabend

Vergangenen Dienstagabend fanden gleich zwei Events für die Schülerinnen und Schüler der Standorte Endingen und Unterendingen statt. Zum einen gingen die „Kleinen“, Unterstufe und Kindergärten, auf den Räbelichtliumzug, während die Mittelstufenklassen etwas später eine Lesenacht mit dem Hauptthema „Comic“ erlebten.

Für die Kindergartenkinder fand der Räbelichtlievent bereits am Morgen sein erstes Highlight. Sie hatten nämlich Besuch von ihren Patenklassen und einer Bezirkschulklasse, die den Kindergartenkindern die Räbelichtli schnitzen helfen kamen. Mit viel Elan entstanden wunderschöne mit Sujets verzierte Laternen aus Herbstrüben.

Feuerwehr im Einsatz für den Räbeliechtliumzug

Kurz nach 18.00 Uhr fanden sich alle „kleinen“ Schüler bei der Schule in Unterendingen ein und stellten sich klassenweise für den Umzug auf. Unterdessen war auch die Nacht hereingebrochen und die Räbeliechtli und Laternen entfalteten in der Dunkelheit ihre ganze Pracht. Die Route führte die Schülerinnen und Schüler über das Hegi-Quartier nach Endingen. Singend empfingen Sie dort die Spielgruppe aus Endingen, die sich ab dort dem Umzug anschloss und mitlief. Einige Meter weiter stand auch schon die Verkehrsregelung der Feuerwehr Surbtal bereit, die extra für den Umzug die Surbtalstrasse an der Dorfkreuzung gesperrt hatte. Während der Umzug weiter Richtung Primarschule lief, bereitete das Elternteam unter der Leitung von Astrid Herzog alles für die Ankunft vor. Liebevoll und mit viel dekorativem Feingefühl wurde alles für die anschliessende Verpflegung und einen gemütlichen Abschluss hergerichtet. Wenig später bogen auch schon die Klassen bei der Schule ein und stellten sich in der Arena der Primarschule auf für das finale Abschlusssingen. Mit Liedern wie „Ich stoh mit minere Laterne...“ und „Räbelichtli, Räbeliechtli, wo gosch hi? fand der Räbeliechtliumzug der Schule Endingen schliesslich seinen Abschluss.

Geschichten über Minizombifinken und Barbiegruselpuppen

Auch für die Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe fanden die Vorbereitungen für die Lesenacht schon Wochen vorher statt. Aus jeder Klasse wurden besondere Wörter erkoren, die als Grundlage für vielfältige Geschichten dienten. Eifrig wurden in den vergangenen Wochen „Minizombiefinken“, „Champions“, „Chica Bananas“ und Barbiegruselpuppen in die Geschichten verarbeitet, wovon wiederum die besten 5 für die Lesenacht ausgewählt wurden.

Schliesslich war es letzten Dienstag so weit und alle Kinder der 4. bis 6. Primarschule fanden sich um 18.30 Uhr im Mehrzweckraum der Schule ein. Bevor es aber zur Begrüssung kam, las eine erste Schülerin den Kindern eine der ausgewählten Geschichten vor. Als besonderen Gast wurde anschliessend Frida Bünzli, eine Comiczeichnerin und Illustratorin aus Zürich, begrüsst, die sogleich die zweite vorgelesene Geschichte simultan an Flipcharts mitillustrierte. Gleich im Anschluss wurden die fünf Klassen in verschiedene Gruppen mit Namen „Asterix“ oder „Mickey Mouse“ eingeteilt und machten sich auf den interessanten Lesenacht-Parcours im Schulhaus. In verschiedenen Räumen lauschten die Kinder aufmerksam spannenden Hörbüchern nach, zeichneten mit Frida Bünzli eigene Comics und stellten diese sogleich aus, verweilten sich im Comic-Lesezimmer mit einer grossen Auswahl an unterschiedlichsten Comics, liessen sich im Gruselgeschichten-Vorlesezimmer in eine schaurig dunkle Welt entführen oder hauchten alten Comics neues Leben ein, indem sie mit den leeren Comicsprechblasen eigene Geschichten erfanden. Schliesslich durften sich gegen 20.30 Uhr auch die „grossen“ Schüler am köstlichen Lebkuchenbuffet des Räbeliechtliumzuges bedienen und stärkten sich mit einem Glas heissen Tee für die zweite Hälfte der Lesenacht. Nachdem alle Gruppen den ganzen Parcours durchlaufen und das eine oder andere Kind schon langsam etwas müde Augen hatte, traf man sich für den Abschluss nochmals im Mehrzweckraum. Mit bildhafter Unterstützung von Frida Bünzli lasen die verschiedenen jungen Autorinnen und Autoren gleich selbst ihre verbleibenden drei Geschichten vor. Schliesslich endete gegen 22.15 Uhr die Lesenacht 2014 und die Kinder machten sich zufrieden und mit vielen kreativen Eindrücken auf den Heimweg.

(Zacharias Borer)

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