Baden

KSB auf Kurs: Zielvorgaben des Kantons Aargau erreicht

megaphoneLeserbeitrag aus BadenBaden
Von links: Antonio Nocito, Jürg-Hans Beer, Rahel Kubik, Philippe Scheuzger, Michèle Schmid, Cristoffel Schwarz und CEO Adrian Schmitter.

Schöne Aussichten: Die Geschäftsleitung der KSB AG auf dem Dach des Spitals.

Von links: Antonio Nocito, Jürg-Hans Beer, Rahel Kubik, Philippe Scheuzger, Michèle Schmid, Cristoffel Schwarz und CEO Adrian Schmitter.

Ein Umsatz von 371 Millionen Franken, ein Betriebsgewinn von 38 Millionen Franken und eine EBITDA-Marge von 10,3 Prozent: Das Kantonsspital Baden (KSB) weist auch für das Geschäftsjahr 2018 erfreuliche Zahlen aus. Es hat die wirtschaftlichen Zielvorgaben seines Eigentümers, des Kantons Aargau, einmal mehr erreicht.

Der Kanton Aargau erwartet in der Eigentümerstrategie von seinen Spitälern eine EBITDA-Marge von mindestens zehn Prozent. Diese ist notwendig, damit die Spitäler Investitionen in die Modernisierung ihrer Infrastruktur aus eigener Kraft tätigen können. Das KSB hat diese Vorgabe seit Inkrafttreten der neuen Spitalfinanzierung im Jahr 2012 stets erreicht.

„Hinter der konstant guten Ertragslage des KSB steckt eine hervorragende Leistung“, sagt Adrian Schmitter, der CEO der KSB AG. Diese Leistung komme erst so richtig zum Vorschein, wenn man das KSB mit anderen Spitälern vergleiche und wenn man sich die Veränderungen der Rahmenbedingungen vor Augen führe. So gelang es dem KSB beispielsweise, die Sparmassnahmen des Bundes in anderen Geschäftsfeldern zu kompensieren. Allerdings führte der Tarifeingriff des Bundesrates („Berset II“) dazu, dass dem KSB unter dem Strich knapp fünf Millionen Franken an Einnahmen wegbrachen.

Regulierung verursacht Kosten

„Bisweilen wähnen wir uns im falschen Film: Auf der einen Seite gibt der Staat den Spitälern wirtschaftliche Zielvorgaben vor, auf der anderen Seite setzt er bei den Vergütungen der Leistungen den Sparhebel an“, sagt Schmitter. Ins selbe Kapitel gehören die bürokratischen Anforderungen und Regulierungsmassnahmen, die von Jahr zu Jahr zunehmen.

Oft handelt es sich um vermeintlich nur kleine neue Auflagen, die erfüllt werden müssen. In der Summe generieren sie aber einen beträchtlichen Aufwand: „In unserem Fall“, sagt Schmitter, „sind das jährlich rund zwei Millionen Franken – ohne dass damit die Wertschöpfung des Spitals erhöht oder eine spürbare Qualitätsverbesserung ersichtlich wird.“

Dass das KSB finanziell trotzdem sehr gut dastehe, sei somit keine Selbstverständlichkeit, betont Schmitter. Den Erfolg des KSB macht er an drei Faktoren fest: “Dank einer permanenten Optimierung der Abläufe und Prozesse, dank dem Engagement unserer Mitarbeitenden und dank konsequenten Investitionen in neue Geschäftsfelder ist es dem KSB bisher ausserordentlich gut gelungen, sich in einem zunehmend schwierigeren Marktumfeld zu behaupten.“

Ambulant vor stationär

Da das KSB finanziell seit Jahren im grünen Bereich dreht, kann es die Herausforderungen der Zukunft aus einer Position der Stärke heraus angehen. Dies gilt insbesondere für die etappenweise Modernisierung seiner Infrastruktur. Mit Investitionen in die Tagesklinik Kubus und das KSB Partnerhaus, das im Frühjahr 2018 eröffnet wurde, sowie in den Auf- und Ausbau der Aussenstandorte in Brugg und Dietikon hat das KSB die Weichen frühzeitig gestellt, um das von der Politik geforderte Prinzip ‚ambulant vor stationär‘ umzusetzen.

Die ersten Erfolge haben sich bereits eingestellt: Mit über 217‘000 Konsultationen konnte das KSB im vergangenen Jahr im ambulanten Bereich ein Plus von 16 Prozent verzeichnen. Im stationären Bereich wurden erstmals über 20‘000 Patienten behandelt, und auch im Notfallzentrum gab es mit 56‘961 Patienten respektive einer Zunahme um 11,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr einen neuen Rekord.

Höhere Personal- und Sachkosten

Unter dem Strich erwirtschaftete das KSB im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von 371,3 Mio. Franken, also 16,8 Mio. Franken mehr als im Vorjahr (plus 4,8 Prozent). Da gleichzeitig auch der Personal- und der Sachaufwand auf 224 Mio. Fr. respektive auf 109 Mio. Fr. anstiegen, resultierte unter dem Strich ein EBITDA von 38,3 Mio. Franken. Das sind 0,4 Mio. Franken weniger als im Vorjahr.

Bemerkenswert ist ferner, dass es dem KSB im Jahr 2018 gelungen ist, mit der Herausgabe von Anleihen mit einer Laufzeit von 10 und 15 Jahren insgesamt 300 Mio. Franken aufzunehmen. Damit sind zwei Drittel der erwarteten Baukosten für den Neubau bereits gedeckt. Das Neubauprojekt „Agnes“ kostet insgesamt 450 Millionen Franken; die Inbetriebnahme ist für 2022 vorgesehen.

Den Jahresbericht und den Finanzbericht 2018 der KSB AG finden Sie unter www.ksb.ch/jahresbericht

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