Hunzenschwil

Kreisschule Lotten: Gemeinderäte wollen keine Diskussion

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Oberstufenschulhaus Hunzenschwil

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Artikel über die Kreisschule Lotten: Ein Standort steht weiter auf der Kippe

Nachdem sich das Volk für den Erhalt der  Kreisschule innerhalb der Lottengemeinden ausgesprochen hat, bin ich davon ausgegangen, dass man die neue Situation miteinander bespricht. Die Gemeinderräte haben es im September vorgezogen alleine weitreichende Grundsatzentscheide zu fällen. Gemäss Silvana Richner (Verbandsvorstand) wird die Kreisschule in einem oder zwei Jahren noch 10-11 Klassen führen. Nach den Grundsatzentscheiden würde dann in Rupperswil in einem kleinen, alten Schulhaus  6 Klassen geführt und in Hunzenschwil und Schafisheim je 2 Klassen.

Ob der Kanton Standorte mit je 2 Klassen akzeptieren wird, ist aus pädagogischer- und Schulführungstechnischer-Sicht sehr fraglich noch sinnvoll. Wie sieht es mit den Kosten aus, wenn man auf 3 Standorte verteilt dieselben Spezialzimmer wie Chemie und Physik Räume haben muss, Schulsozialarbeit, Standortleiterbüro usw? Ist es sinnvoll in allen drei Gemeinden diese Infrastruktur aufzubauen? Wo bleibt die Vernunft und der Wille eine bezahlbare und mehrheitsfähige Lösung zu erarbeiten, damit auch zukünftig eine qualitativ hochstehende Kreisschule betrieben werden kann? Die Metron Studie hat von Anfang her drei Standorte als pädagogisch schlechteste Variante bezeichnet. Ebenfalls haben dies die Gemeinderäte vor der Abstimmung mehrmals als Argument gebracht. Der Gemeindeammann von Schafisheim Adolf Egli sagte noch im März 2011: "Wir sind überzeugt davon, dass der Status Quo, also eine Oberstufe an drei Standorten, keine gute Lösung ist".  Die externe Evaluation hat nun nochmals festgestellt, was schon alle wissen. Weshalb halten die Gemeinderäte nun wieder an dieser schlechtesten aller Varianten fest?

Seit 7 Jahren ist der Verbandsvorstand  nicht in der Lage eine konstruktive und mehrheitsfähige Lösung für die Kreisschule zu erarbeiten. Man beharrt auf alten Denkmuster und taktiert auf Kosten der Kreisschule. Man plant mit viel Geld und am Schluss kommt die schlechteste aller Lösungen heraus. In Hunzenschwil schürrt man sogar die Hoffnung der Lehrerschaft mit einem Finanzplan, welcher ChF. 27 Mio für Investitionen für die Kreisschule Lotten beinhaltet. Jedem in Hunzenschwil ist klar, dass es sich hier nur um einen politischen "Winkelzug" handelte um eine Steuersenkung zu verhindern.

Es ist Zeit die Probleme ernsthaft anzugehen und persönliche Befindlichkeiten des Verbandsvorstandes müssen zurückgestellt werden.

Die Kreisschule Lotten wurde extern evaluiert und erhielt sehr gute Noten. Mit ihren Grundsatzentscheiden hat der Verbandsvorstand ohne die Kompetenz zu haben, nachhaltig ins operative Geschäft der Kreisschule eingegriffen und meiner Meinung nach wird dies die Qualität der Schule nachhaltig negativ beeinflussen.

Es ist Zeit, dass die Behörden zusammensitzen und gemeinsam eine Lösung finden. So wie es die externe Evaluation empfiehlt. Es muss wieder miteinander gesprochen werden. Es braucht Kräfte, welche wieder Sachpolitik betreiben und konstruktive Lösungen anstreben.

Reto Sterki, Hunzenschwil

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