Tegerfelden

Konfirmationen in der ref. Kirchgemeinde Tegerfelden 21.03.2010 und 28.03.2010

megaphoneLeserbeitrag aus TegerfeldenTegerfelden

An den beiden vergangenen Sonntagen wurden in der ref. Kirchgemeinde zwei Konfirmationen mit den Themen «Power» und «Let it go» gefeiert

Konfirmationsgottesdienste in Tegerfelden
21.03.2010: Zum Thema „Power"
28.03.2010: Zum Thema „Let it go"

TEGERFELDEN - In der reformierten Kirche Tegerfelden wurden die Konfirmationen in zwei Gruppen gefeiert: Am 21.03.2010 die Konfirmation von 9 Jugendlichen mit dem Thema „Power", am 28.03.2010 die Konfirmation von 12 Jugendlichen mit dem Thema „Let it go".
Vor eineinhalb Jahren haben sich die Konfirmanden und Konfirmandinnen gemeinsam mit Pfr. J. Hug auf den Weg zur Konfirmation gemacht. Nun sind sie am Ziel angelangt.

Hervorragend begleitet wurden diese Gottesdienste von Mitgliedern der 11 vor 11-Band unter Leitung von Conny Isenegger und motivierten Konfirmandinnen und Konfirmanden. Bereits der Einzug zum Stück „Es isch Jesus, wo mir fyre" war sehr eindrücklich. In diesem Lied wurde vor Augen geführt, wer eigentlich in diesem Gottesdienst gefeiert wurde. Viele weitere ausdrucksstarke Lieder unterstrichen die Beiträge der Konfirmandinnen und Konfirmanden wie auch die Gedanken der Predigt und der Gebete.
Die Beiträge der Konfirmandinnen und Konfirmanden zu den jeweiligen Themen waren sehr vielseitig und kreativ (Collagen, Geschichten, Gedanken zum Thema, Mitgestaltung bei den Gebeten, bei der Musik...).
Beim Thema Power vom 21.03.2010 überlegten sich die Jugendlichen beispielsweise, was ihnen in ihrem Alltag Power gibt. Sie nannten als Powerquellen: Jesus, Sport, Freunde, Familie, Musik, Erfolg, Glück. Viele meinten auch, es gäbe Power, wenn andere an einen glauben.
Im Gegenzug seien Stress in Schule, Freundschaft und Familie, mangelnder Schlaf, fehlende Motivation oder Ausgrenzung für das Fehlen von Power verantwortlich.
In der Predigt nahm Pfr. J. Hug das Thema unter Einbezug der Geschichte von der Heilung einer kranken Frau (Markus 5,25-34) auf. Diese Geschichte zeigt, wie Jesus die stärkste Powerquelle ist, die es gibt - so J. Hug. Man könne ihn aber nicht als unpersönlichen Energiestrom anonym anzapfen. Jesus wolle Begegnung, Veränderung, wolle auf sein Gegenüber eingehen. Deshalb nähme er sich auch Zeit, dass die geheilte Frau in der Erzählung trotz der ihn umdrängenden Menschenmasse alles erzählen könne.

Beim Thema „Let it go" beim Konfirmationsgottesdienst vom 28.03.2010 ging es unter anderem darum, dass wir im Leben immer wieder loslassen müssen. Einerseits ist es schmerzhaft, loszulassen (Kinder, die erwachsen werden, Freunde, liebe Menschen, Eltern, eigene Lebenspläne), andererseits aber auch sehr befreiend. Es gibt Dinge, die wir nur gewinnen, weil wir loslassen. Nur dann, wenn wir loslassen können, können wir zum Beispiel wahre Liebe erfahren. Pfr. J. Hug zeigte mit dem kurzen Gleichnis vom Schatz im Acker und von der Perle (Matthäus 13,44-45) auf, wie viel wir gewinnen, wenn wir für unseren grössten Schatz, für unsere wertvollste Perle, nämlich Jesus, alles loslassen. Der Kaufmann gibt all sein Habe auf, verkauft alles, um die von ihm ersehnte Perle zu erwerben. Glücklich freut er sich an ihr. Für sie hat er alles hergegeben, weil sie seine wahre Erfüllung ist. So ist es mit Jesus, unserem wahren Schatz. Es lohne sich, ihm die oberste Priorität zukommen zu lassen, so Pfr. J. Hug. Denn bei ihm könnten wir all unsere Sorgen, Ängste, Schuld, loslassen, damit wir befreit leben können. Er durchschaue uns bis in unser Innerstes, und liebe uns trotzdem bis zum Äussersten. Welcher Schatz könnte grösser sein?

Dank der aktiven und motivierten Mitwirkung der Konfirmand/innen und der musikalischen Gestaltung durch die 11 vor 11-Band wurden die Gottesdienste sehr lebendig und persönlich.

Beim Konfirmationsakt wurde den Konfirmandinnen und Konfirmanden der Segen Gottes zugesprochen, und Pfarrer J. Hug überreichte ihnen mit persönlichen Worten ihre ausgewählten Bilder. Alle bekamen auch ihren im Voraus selbst gewählten Konfspruch mit auf den Weg.
Als mündige Gemeindeglieder wurden die Jugendlichen am 21.03.2010 von der Kirchenpflegepräsidentin, Rösli Haas, am 28.03.2010 vom Vizepräsidenten, Peter Wiedemeier, welcher auch als Keyboarder beide Gottesdienste musikalisch begleitete, willkommen geheissen. Sie ermunterten sie dazu, sich aktiv am Gemeindeleben zu beteiligen dies wäre der Traum der Kirchenpflege. Nun dürfen die Jugendlichen in der Kirchgemeinde mitbestimmen und Gotte oder Götti werden.
Bis zum heutigen Tag wurden die Konfirmandinnen und Konfirmanden von verschiedensten Menschen begleitet: von Eltern, Verwandten, Freunden. Als kleines Dankeschön hat jede Konfirmandin und jeder Konfirmand stellvertretend einer für ihn oder sie wichtigen Person eine Rose überreicht, während die Band das Stück „Above all Power" sang.
Die 11 vor 11-Band spielte zum Schluss das Lied „Three little birds" Die rhythmisch schnipsenden und klatschenden Hände zeigten, wie sich viele Gottesdienstteilnehmer/innen sich mitreissen liessen.
Anschliessend an die Gottesdienste genossen die Angehörigen einen Apéro, während die Konfirmandengruppen als Erinnerung an diesen Tag fotografiert wurden. (Johannes Hug)

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