Konfirmandenlager der Reformierten Kirchgemeinde Oberentfelden

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Konfirmandenlager der Reformierten Kirchgemeinde Oberentfelden

Sich einmal wie ein Star fühlen - wer wünscht sich das nicht?! Aber sind Stars immer glücklich und ist das Leben als Star wirklich so einfach? Können Reiche auch arm sein und Arme auch reich? Mit diesen Themen beschäftigte sich das Konfirmandenlager der Reformierten Kirchgemeinde Oberentfelden, welches über die Auffahrtstage im Emmental stattfand.

Kaum war der Koffer ausgepackt, das Sandwich gegessen und ein Überblick gewonnen, wer denn nun alles im Konfirmandenlager mit dabei ist, wurden die Teilnehmenden bereits in Stars, Bodyguards und Paparazzi eingeteilt. Im nahegelegenen Wald mussten die Paparazzi versuchen, möglichst viele gute Fotos von den Stars zu machen, was die Bodyguards natürlich mit aller Kraft zu verhindern versuchten.

Bereits um 04:30 Uhr am nächsten Morgen hiess es aufstehen und gute Schuhe anziehen. Wir zogen los, um mitzuerleben, wie ein neuer Tag beginnt. Die Sonne geht für Reiche und Arme, für Stars und Normalos auf. Leider zeigte sie sich an diesem Morgen nicht wirklich, wir konnten aber erahnen, dass sie trotzdem da war.

Nach einer Kleingruppenzeit und verschiedenen Arbeiten in Kreativgruppen (Lagerband, Lagerfilm, Fotostory und Lagernews) erhielten alle Teilnehmenden und Leiter eine neue, ausgeloste Identität. Die Weltbevölkerung ist statistisch gesehen aufgeteilt in 6% superreiche, 51% reiche, 29% arme und 19% verarmte Menschen. Nach diesem Schlüssel teilten auch wir uns auf. So kam es, dass zwei Superreiche ein dreigängiges Menü mit einem Drink serviert bekamen und sich die Reichen mit Rize Casimir und Salat sättigen konnten, während die Armen nur einen Pappteller mit einem Häufchen trockenem Reis und die Verarmten sogar nur einen Joghurtbecher gefüllt mit einem Wasser-Milchgemisch erhielten, welchen sie am Boden sitzend trinken mussten. Bei der anschliessenden Reflexion zeigte sich, dass sich die Superreichen und die Reichen nicht sehr wohl in ihrer Haut fühlten, weil sie die Armen und Verarmten während dem Essen immer im Blick hatten. Macher wäre bereit gewesen, sein Essen mit den Armen und Verarmten zu teilen. Wie sieht das in unserem normalen Alltag aus?

Bei der Olympiade am Nachmittag zeigten die Teilnehmenden ihren Willen, ein Star zu werden und gaben alles! Am Abend besuchte uns Cristiano, 23-jährig, aus Brasilien und erzählte uns, wie er trotz ärmsten Verhältnissen und vielen Lebenskrisen durch den Glauben an Gott innerlich reich geworden ist.

Am Freitag machten wir uns auf den Weg zum Star. Dieser ist nicht immer einfach. Man muss sich gegen viele Konkurrenten durchsetzen, muss scheinbar besser sein wie alle anderen, mehr können, schneller sein, andere überholen, ... Eine spezielle Schnitzeljagd mit anschliessendem Bräteln verdeutlichte diese Gedanken.

In Workshops wie tanzen, Fantasy-Games, Vorbereitung des bunten Abends und alkoholfreie Drinks mixen, konnten die Teilnehmenden am Samstag ihrer Phantasie freien Lauf lassen. Der Abschlussabend stand unter dem Thema „Oberentfelden sucht den Superstar". Der Superstar wurde durch verschiedene Spiele  auserkoren und gebührend gefeiert. In der Werbepause von „OE sucht den Superstar" wurden die Arbeiten aus den Kreativgruppen vorgestellt und mit viel Gelächter und grossem Applaus gewürdigt. Anschliessend genossen wir alle feine Schoggibananen am Lagerfeuer und liessen den Abend ausklingen.

Im Gottesdienst mit Abendmahl am Sonntagmorgen wurde uns bewusst, dass wir für Gott alle Stars sind. Er hat uns einzigartig und wunderbar geschaffen, wir dürfen seine Königskinder sein!

Beim Hausputz packten alle tatkräftig mit an, so dass wir bald darauf zufrieden und mit vielen guten Erlebnissen im Koffer wieder in Oberentfelden ankamen. (rge)

Fotos: Gruppenfoto , Oberentfelden sucht den Superstar und die  legendäre Lagerhaus-Rutschbahn.

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