Zum ersten Mal war Bischofsvikar Kurt Grüter am vergangenen Wochenende nach Leuggern und Kleindöttingen gekommen, um insgesamt 36 Jugendlichen aus beiden Pfarreien das Sakrament der Firmung zu spenden.

Die Pfarrkirche St. Peter und Paul war gut gefüllt, als er am Samstagnachmittag unter festlichen Orgelklängen zusammen mit Pfarrer Stefan Essig und 27 Jugendlichen mit ihren Firmpaten einzog. Nach der Begrüssung der Jugendlichen und einer stichwortartigen Darstellung der wichtigsten religiösen Stationen in ihrem Leben, hiessen drei von ihnen den Firmspender und die Mitfeiernden in der Kirche willkommen. Ein besonderes Wort galt dabei auch den Müttern und Vätern, Firmpaten. Kurt Grüter, der bereits im Oktober vergangenen Jahres zu einer Begegnung mit den Jugendlichen nach Leuggern gekommen war, begrüßte alle Anwesenden herzlich und überbrachte die Grüsse von Bischof Kurt Koch, in dessen Auftrag er die Firmung spendete.

Das folgende Eingangslied „Wir sind hier zusammen in Jesu Namen", das in den zurückliegenden Monaten immer wieder bei Veranstaltungen der Firmvorbereitung erklungen war, wurde wie alle anderen Lieder des Firmgottesdienstes von der Band Ephatha aus Waldshut begleitet.

In seiner Predigt knüpfte Kurt Grüter an die beiden vorgelesenen Bibeltexte an, in denen beschrieben wird, wie der Geist Gottes scheinbar Totes wieder lebendig machen kann und wie Jesus mit dem Ruf „Komm heraus!" seinen verstorbenen Freund Lazarus wieder ins Leben zurückruft. Dieser Ruf Jesu gelte auch uns allen und ganz besonders den Jugendlichen, die sich firmen liessen. Jesus rufe uns heraus aus Sprachlosigkeit und Angst. Er freue sich, so Kurt Grüter, dass die jungen Menschen durch ihr Ja zur Firmung und zu ihrem katholischen Glauben dieser Aufforderung nachkämen. Er forderte sie auf, die Freundschaft mit Jesus auch künftig zu pflegen und ihren Glauben auch im Alltag spürbar werden zu lassen.

Dies bezeugten dann auch am Sonntagvormittag in Kleindöttingen weitere 9 Jugendliche - alles Burschen - in ihrem Firm¬versprechen. Nach der eigentlichen Firmspendung, bei der die jungen Christen mit dem Chrisamöl gesalbt wurden und bei der sich der Firmspender jeweils Zeit für ein paar persönliche Worte nahm, feierten alle Gläubigen miteinander die Eucharistie, die ursprüngliche Feier der Christen. Die wörtliche Übersetzung für dieses schwierige Wort lautet „Danksagung", und Grund zum Danken hatten alle Beteiligten wirklich genug: Die Firmanden bedankten sich bei Bischofsvikar Kurt Grüter. Da er gerne in der Natur und beim Wandern ist, erhielt er einige nützliche Ausrüstungsgegenstände, von Müesliriegel und Salbe über Wanderkarte bis hin zu einem Paar Wandersocken. Gemeindeleiterin Christina Burger überreichte ihm augenzwinkernd noch einen Wanderstab, da man in Kleindöttingen an einen Firmspender mit Stab gewöhnt sei und er somit wenigstens mit Stab ausziehen könne. Kurt Grüter war überrascht und erfreut, bedankte sich herzlich und versprach, immer an die schönen Stunden in Leuggern und Kleindöttingen zu denken. Vor dem Schlusssegen dankte er auch allen, die zur Firmvorbereitung und zur Gestaltung der Firmgottesdienste beigetragen hatten.

Im Anschluss an die feierlichen Gottesdienste waren alle Anwesenden noch zum Apéro eingeladen. (tsc)