Untersiggenthal

Können wir uns die Reichen überhaupt noch leisten?

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Gestern Abend fand die Generalversammlung (GV) der SP Untersiggenthal (SP U) statt. Mit beinahe 20 TeilnehmerInnen waren wir fast doppelt soviel wie im letzten Jahr. Auf der Traktandenliste standen unter anderem der Jahresrückblick, die Finanzen und das Budget. Darüber hinaus wurde der Vorstand erneut gewählt. Zur Wahl stellten sich die Bisherigen Urs Keller (Versand, Aktuar), Alfred Wuillemin (Kasse). Neu teilen sich Jeannine Grob-Moretti und Christian Denzler das Präsidium der SP U. Der Vorstand wurde unter grossem Applaus bestätigt.

Nach dem offiziellen Teil ging es nahtlos in das Gastreferat von Nationalrat Cédric Wermuth über. Er referierte zum Thema «Nehmt den Reichen das Geld weg» und stellte unter anderem die kritische Frage: Kann sich eine Gesellschaft heute noch Reiche leisten? Dabei geht es nicht um eine Neidgesellschaft sondern darum, dass viele der Superreiche sich an Geldern bereichern, die ihnen nicht zustehen und somit der Gesellschaft fehlen. In einem Land in dem ein Mensch so reich werden kann, dass er politische Prozesse verhindert und durch die Politik (die definitiv die Oberhand habe muss) nicht mehr im Zaum gehalten werden kann, sind diese Personen nur noch störend. Nach Cédric Wermuth muss die Öffentlichkeit und vor allem die Politik eine klare Antwort geben auf die eingangs gestellte Frage: Nein, nein und nochmals nein! In dem Zug stellte er auch die 1:12-Initiative vor, die genau das erreichen will: Mehr Lohngerechtigkeit und somit eine gesündere Verteilung des Kuchens.

Nach dem leidenschaftlichen Referat beendeten wir den Abend mit einer kalten Platte, Mineralwasser, Bier, Wein und angeregten Gesprächen unter anderem auch mit Cédric Wermuth der sich einmal mehr sehr volksnah präsentierte.

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