Kleines Herz in Not – Fasten mit allen Sinnen

Ist die Fastenzeit nur für die Menschen, die dringend abnehmen sollten oder für die, die zuviel Schokolade und Süssigkeiten oder Fastfood essen? Ganz sicher ist das nicht der Fall für die Kinder, die an der letzten Kinderfeier im Begegnungszentrum in Nussbaumen mit dabei waren. Aber warum sollten dann auch Kinder fasten? Die Geschichte „Kleines Herz in Not“ erzählte vom Herzen eines Kindes, das dauernd mit vielen Geschenken, Eindrücken und Aktivitäten gefüllt wurde. Bildlich sah man das Herz erdrückt werden von all den Dingen, die darauf gelegt wurden. Das Herz konnte nicht mehr lachen, sich nicht mehr freuen und fast nicht mehr atmen. Was war da zu tun? Sofort erkannten die Kinder, dass gehandelt werden musste. Sie entfernten vom Herz alles, was nicht unbedingt gebraucht wurde. Die ganzen elektronischen Geräte, die uns in ihre eigene Welt entführen mit unnatürlichen Effekten und mit viel Lärm den Blick und das Gehör auf das Wesentliche verbauen, wurden zuerst entfernt. Schwer taten sich die Jungen und Mädchen mit den Fussballschuhen, der Flöte und dem Kuscheltier. Sie erkannten aber, wie das Herz leicht wurde. Wie jetzt die Ohren frei werden, um anderen zuzuhören, die Hände Platz haben zu helfen, die Füsse jemandem zu Hilfe eilen können, der Mund nicht mehr nascht, sondern Mut und Trost zusprechen kann. Schwer taten sich die Kinder nur dabei, den Kuschelhasen Hoppel aus dem Herz zu entfernen, er blieb in der Mitte des Herzens sitzen, vielleicht als ein Zeichen, dass ja auch Gott immer im Herzen seinen Platz hat und bei uns ist. Jedes Kind durfte dann ein durchsichtiges Herz mit einer Feder füllen und dieses mit nach Hause nehmen, als Symbol für das leichte, unbeschwerte Herz. Eine äusserst eindrückliche Feier, in denen die Kinder uns Leiterinnen sehr beeindruckt haben mit ihren offenen Einsichten das Leben leichter zu machen.