Aarau

Klangvoll – stimmgewaltig – mitreissend

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Singend gelebte Städtefreundschaft Aarau – Reutlingen

Drei Chöre und 130 Mitwirkende

Fantastisch, grandios, unvergesslich, waren einige der Komplimente, welche Sänger und Sänge­rinnen nach dem PartnerStadt Konzert am Samstag, 20. Mai 2017, in der Katholischen Kirche Peter und Paul in Aarau von begeisterten Konzertbesuchern entgegennehmen durften.

Nach dem Einmarsch zu den Klängen von «Conquest of Paradise» begrüsste Moderator Gerhard Mench neben den sehr zahlreich erschienenen Konzert­besuchern speziell auch die beiden Aarauer Stadträte Dr. Hanspeter Hilfiker und Werner Schib. Die zweite Dar­bietung des PartnerStadt Konzertes war nach der fulminaten Premiere Ende April im süddeutschen Reutlingen der krönende Abschluss einer dreijährigen Planungs- und Vorbereitungszeit. Individuell hatten die drei Chöre Reutlinger Liederkranz, Stadtsänger Aarau und Frauenchor Cäcilienverein Aarau die Stücke eingeübt. Wie ein Puzzle wurde das Konzertprogramm dann gemeinsam zusammengesetzt, wobei in Aarau die Umstellfähigkeit der Mitwirkenden erneut gefordert war, dirigierte hier doch Christian Dillig, in Deutschland war es Thomas Preiss, und anstatt der Jungen Sinfonie Reutlingen begleitete Eleonora Em den Gemeinschaftschor souverän und virtuos am Flügel.

Christian Dillig leitete die 130 Mitwirkenden gekonnt und mit Verve durch das kurzweilige Programm. Im Potpourri aus Carl Zellers «Vogelhändler» sangen abwechselnd der Gesamtchor und die beiden Solisten. Die Sopranistin Jelena Bulavko, ihrerseits Chorleiterin des Frauenchor Aarau, und der junge Stuttgarter Tenor Robin Neck boten mit «Rosen in Tirol» ein mitreissendes Duett, das zum Mitsummen animierte. Eleonora Em spielte als kurzes Intermezzo eine fulminante Interpretation von Mozarts «alla Turca» bevor Jelena Bulavko alle mit Franz Lehars Arie der Giuditta verzauberte. Nach dem vom Gesamtchor beschwingt vorgetragenen Stück «Wiener Blut» bot die mehrfach preisgekrönte Eleonora Em mit «Valse de l’opéra Faust» von Gounod/Liszt einen eindrücklichen Einblick in ihr grosses solistisches Können. Weitere eingängige Stücke aus Opern wie Verdis Trinklied aus «La Traviata», der majestätische Triumphmarsch aus «Aida» sowie Smetanas Chor der Landleute aus «Die verkaufte Braut» folgten. Überzeugend und forsch tönten die stimmgewaltigen Männer mit dem bekannten Jägerchor, entsprechend zarter und feiner kontrastierten die Frauenstimmen mit «veilchenblauer Seide» aus dem Chor der Brautjungfern. Der melancholisch emotionale Gefangenenchor aus Verdis «Nabucco» war der abschliessende Höhepunkt des grossartigen Konzertes. Die begeisterten Zuschauer verdankten die offensichtliche Singlust und eindrucksvolle Leistung der Laien­sänger und -sängerinnen, der Pianistin, der Solisten und des Chorleiters mit einer langen Standing Ovation.

Bestehende und neugewonnene Freundschaften wurden beim gemeinsamen Abendessen nach dem Konzert gepflegt. Vor der Heimfahrt am Sonntag entdeckten die rund 80 angereisten Reutlinger bei strahlendem Sonnenschein Aarau bei einer Stadtführung und dann hiess es schon «Auf Wiedersehen – und bis bald». Wer bei den Aarauer Chören, die beide auch ein breites nichtklassisches Repertoire pflegen, mitmachen möchte, ist jederzeit unverbindlich für ein Schnuppersingen eingeladen (www.frauenchor-aarau.ch; www.stadtsaenger-aarau.ch).

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