Am 22. Januar, dem Gedenktag des Hl. Vinzenz fand die Kirchenentdeckung der Kommunionkinder des Seelsorgeverbands Eiken-Stein erstmalig in Eiken statt. Dabei gab es jede Menge „Schätze“ zu entdecken. Sei es die Orgel, gekonnt und unterhaltsam präsentiert von Simone Böhler und der Orgelmaus (Saskia Singler), seien es die herrlichen Kirchenfenster zu einem alttestamentlichen Schöpfungslied, seien es die Antonius- oder die Vinzenzstatue, zu denen Pastoralassistentin Christina Keßler manche teils skurrile Geschichte zu erzählen wusste. Die Schatzsuche war mit mancherlei Anstrengung verbunden: Auf dem Taufbecken und dem Altar galt es, alte christliche Geheimzeichen zu entziffern, und der Wandbehang mit einer Darstellung der Barmherzigkeit Gottes musste als Puzzle richtig zusammengesetzt werden. Gar nicht einfach zu beantworten ist die Frage, was denn nun der kostbarste Schatz dieser Kirche ist: Sind es die goldenen und edelsteinverzierten Gegenstände, die in der Sakristei unter Verschluss gehalten werden? Ist es Jesus selbst, der im Tabernakel im einfachen Stück Brot gegenwärtig ist? Oder sind es die Menschen, die in der Kirche arbeiten und ihr ein Gesicht geben, wie Kaplan Stefan Wolo Itu, die Sakristaninnen Marie-Theres Schmid und Bernadette Ries, die Kirchenmusikerin Simone Böhler und ihre „Assistentin“ Saskia Singler oder die Ministrantenleiterin Angela Capaul?

Eines ist jedenfalls sicher: Eine Kirchenentdeckung ist eine Schatzsuche. Daher haben die Kinder, die in kleinen Gruppen begleitet von Müttern und Vätern wurden, viel Kostbares und Wertvolles gefunden. Dass in der vorgegebenen Zeit nicht alle Fragen beantwortet und nicht alle Aufgaben gelöst werden konnten, schmälerte nicht die Freude und Begeisterung. Denn das zeigt nur, dass man mit so einer Kirche nicht in zwei Stunden fertig ist. Es lohnt sich, immer wieder zu kommen und neue Schätze zu entdecken!