Erlebnisreicher Waldtag der Primarschule Schneisingen 

SCHNEISINGEN(us) – Auch dieses Jahr organisierte die Schule Aemmert in Zusammenarbeit mit dem Natur- und Vogelschutzverein Schneisingen im Gebiet Risiloo den bereits traditionellen Waldtag. Unter dem Motto „Leben am Waldrand“ hatten die Lehrpersonen sechs Lernstationen zu verschiedenen Themen vorbereitet, welche die Schülerinnen und Schüler in altersgemischten Teams zu absolvieren hatten. Dabei galt es, die verschiedensten Aufgaben zu lösen.

Lern – und Erkundungsparcours mit sechs Stationen als Morgenprogramm

So suchten die Kinder begeistert nach allen möglichen versteckten Bodentieren. Sie staunten, was da alles unter dem Laub, einer abgelösten dürren Baumrinde oder in den ersten fünf Zentimetern der Erde ans Tageslicht trat. Durch die Lupe auf einem weissen Leintuch betrachtet, erschienen ihnen ihre Funde noch viel eindrücklicher. Der Versuch, die Füsse des Tausendfüsslers zu zählen, blieb allerdings erfolglos.

Danach konnte man beweisen, ob man die gängigsten Waldblumen findet, erkennt und beim richtigen Namen nennen kann. Für die Lehrpersonen war es erfreulich zu sehen, dass es einige Kinder gab, die ein erstaunliches Wissen über Pflanzen besitzen. Den Namen des kriechenden Günsels fanden sie besonders originell und alle Lehrpersonen hoffen, dass sie diese Pflanze nun überall wieder erkennen werden.

Mitten auf eine Wegkreuzung legten die Schüler ihre Tannenzapfen, welche sie vorher in der Rolle eines Eichhörnchens gesammelt hatten. Danach legte man mit einzelnen Karten einen Steckbrief dieses fleissigen, scheuen Waldtieres. In einem Weitsprungversuch konnten sich nun alle Kinder mit den Sprungkräften eines Eichhörnchens vergleichen. Trotz  vieler Versuche mussten sie staunend anerkennen, dass ihnen dieses Tier haushoch überlegen ist.

An einem nächsten Posten war Merkfähigkeit im Team gefragt: Auf einem Tuch unter umgekehrten Bechern, lagen fünfzehn Paare von typischen Waldgegenständen für ein Memory bereit. Im Team galt es  nun, möglichst viele Paare zu sammeln, die einem allerdings nur zugesprochen wurden, wenn auch der Name des Gegenstandes korrekt genannt wurde. Besonders gejagt wurde natürlich das Jokerpaar, zweimal fünf Maltesers, welche bei Erfolg natürlich gleich gegessen wurden.

Reptilien, so hiess das Lösungswort, welches an einer nächsten Station, nach einem Quiz über Blindschleiche und Zauneidechse, zu bilden war. Mit Steckbriefen ausgerüstet, fanden die Detektive an verschiedenen Bäumen versteckte Multiple – Choice – Fragen zu den beiden Tieren. Mit den neun Einzelbuchstaben der Antworten war das Lösungswort dann schnell  gefunden.

Zum Abschluss des Rundganges wartete noch ein besonderes Highlight auf die Gruppen: Das Erkunden und Erforschen des Lebensraums „Weiher“. Einmal mehr staunten viele, denn sie entdeckten da einen Teichmolch, Wasserläufer, Schnecken, eine Libellenlarve und natürlich massenhaft Kaulquappen. Diese durften ausnahmsweise mit der hohlen Hand voll Wasser oder einem kleinen Fangnetz aus dem Teich gefischt und von Nahem betrachtet werden.

Mittagessen an der Feuerstelle Risiloo vom Verein gesponsert

Nach diesem abwechslungsreichen Programm warteten Wienerli, Servelas und Bratwürste auf die hungrige Kinderschar. Christine Widmer und Paul Usteri vom Natur- und Vogelschutzverein hatten alle Hände voll zu tun, um die rund hundert Personen zu verpflegen. Für völlig unersättliche Kindermägen war sogar noch Brotteig im Angebot. Dünn ausgewallt, um einen Stock gewickelt und über dem Feuer gebacken, schmeckte das Schlangenbrot ausgezeichnet, auch wenn es da und dort ziemlich verkohlt aussah.

Schülerexperten als Postenchefs für auswärtige Kinder am Nachmittag

Die Erst- bis Viertklässler wurden nach dem Mittagessen entlassen, während den Fünftklässlern noch  eine besondere Herausforderung bevorstand. Sie hatten sich am Morgen an den einzelnen Stationen des Parcours zu kleinen Sachverständigen ausbilden lassen und hatten nun die Aufgabe, ihr Wissen an andere, fremde Schüler weiterzugeben. Rund zwanzig Kinder aus Lengnau durften so unter Leitung dieser Experten den gleichen Parcours erkunden. Gegen 17 Uhr wurde der Anlass beendet und die Teilnehmer verabschiedet.

Der ganze Tag wird hoffentlich allen in bester Erinnerung bleiben.

Uebrigens: Die Kaulquappen beim Weiher wurden jeweils unter strengster Aufsicht der Lehrperson wieder behutsam ihrem nassen Reich übergeben.