Am Samstag, 26. 03. trafen sich im Pfarreiheim in Sulz ca 30 Personen aus Kirchenpflegen, Pfarreiräten und weiteren Interessierten um sich Gedanken über die Zukunft der Jugendarbeit der Katholischen Kirche im Fricktal zu machen. Eingeladen hatte der Vorstand des Zweckverbandes der Juseso Fricktal , die zusammen mit den Pfarreien die Jugendarbeit in katholischen Kirche leistet. Die Zukunftswerkstatt sollte kreative Ideen entwickeln, die in eine neues Konzept einfliessen werden, das von der letzten Delegiertenversammlung in Auftrag gegeben wurde.
In einem ersten Schritt wurde eine kurze Bestandsaufnahe gemacht. Gute Arbeit leistet die Juseso in den Pfarreien vor allem in den verschiedenen Firmkursen und in den verschiedenen Projekten des Religionsunterrichts in den einzelnen Pfarreien. Diese Unterstützung wird sehr geschätzt und der Wunsch nach mehr Leistung in diesem Bereich ist vorhanden. Abgesehen vom Osterfreffen bleiben die regionalen Angebote der Juseso eher unbekannt. Hier muss neu überlegt werden, was es braucht, um Jugendliche zu motivieren und zu informieren. Einig war sich die Versammlung darin, dass dort wo es gelingt tragfähige Beziehungen herzustellen und Vertrauen zu gewinnen Jugendarbeit funktionieren kann. Das setzt voraus, dass die JugendarbeiterInnen in den Pfarreien präsent sind.
Ein wichtiger Diskussionspunkt war die Fragen nach der „Kirchlichkeit" der Arbeit der Juseso. Klar war allen Teilnehmenden, dass Kirche und Jugendliche oft zwei Welten sind, die selten Berührungspunkte haben. Doch ist es ein zentrales anliegen der kirchlichen Jugendarbeit die zentralen Werte der christlichen Botschaft auch weiterzugeben im der Überzeugung, dass diese zum gelingendem Leben beitragen.
So gilt die Bemühungen zu verstärken positive Kirchenerlebnisse zu ermöglichen.
Die Ziele zu erreichen ist auch eine Frage der Strukturen und der Finanzen. So wurden drei mögliche Modelle vorgestellt, die von der jetzigen Struktur der Juseso abweichen und ihre Vor- und Nachteile diskutiert. Ein Minimalmodell macht aus der jetzigen Juseso eine kleine Fachstelle, die die Jugendarbeier in den Pfarreien unterstützt und vernetzt, sowie einzelne regionale Projekte anbietet. Dieses Modell setzt voraus, dass in jeder Kirchgemeinde ein Jugendarbeiter angestellt wird. Damit wäre eine sehr grosse Präsenz vor Ort erreicht. Allerdings aus finanziellen Gründen wahrscheinlich nur für grosse Kirchgemeinden. Ähnlich verhält es sich mit einer Variante des Minimalmodells, dem Dienstleistungsmodell. Hier ist es den Pfarreien möglich über mehrjährige Vereinbarungen gewisse Dienstleistungen einzukaufen, die JugendarbeiterInnen selbst aber bleiben Angestellte der Juseso, können guten Austausch pflegen und Synergien nutzen. Ejn Maximalmodell schliesslich könnte alle kirchliche Jugendarbeit zentralisieren, vielleicht mit verschiedenen Standorten im Fricktal. Letztlich so das Fazit versucht die heutige Struktur der Juseso die Vorteile der verschiedenen Modelle zu verbinden und so Jugendarbeit für alle möglich zu machen. Freilich bleiben noch Aufgaben für die Zukunft: eine stärkere Fokusierung auf die Bedürfnisse der Jugendlichen und die Schärfung des Profils der kirchlichen Jugendarbeit.