Das Regionale Führungsorgan Wynental, die «Katastrophenbewältiger» der Gemeinden Gränichen, Oberkulm, Teufenthal und Unterkulm, absolvierte am 17. Mai 2016 das erste Mal gemeinsam mit dem Kader der Feuerwehr Mittleres Wynental eine Übung des Kantons.

Kommt es zu einer Katastrophe wird das Regionale Führungsorgan (RFO) Wynental aufgeboten. Darin sind Fachleute der verschiedenen Partnerorganisationen Feuerwehr, Polizei, Zivilschutz, Gesundheitswesen und technische Betriebe vertreten. Regelmässig testet der Kanton das RFO auf seine Fähigkeiten, eine Katastrophe effektiv und effizient zu bewältigen.

In der abendlichen Übung am 17. Mai 2016 überschüttete die kantonale Abteilung Militär und Bevölkerungsschutz in Zusammenarbeit mit der Aargauischen Gebäudeversicherung das Kader der Feuerwehr Mittleres Wynental mit fiktiven Katastrophenmeldungen. Die Feuerwehr hatte im ereignisreichen Szenario alle Hände voll zu tun und war bald am Anschlag. Deshalb wurde das RFO aufgeboten, um die Ereignisse zu dokumentieren und die verschiedenen Partnerorganisationen einzusetzen und zu führen. Informationen wurden gesammelt, gebündelt und Lagebilder erstellt, um fiktiv Massnahmen zum Schutz von Menschen, Tieren und Gebäuden zu ergreifen. So unterstützte unter anderem der Zivilschutz die Feuerwehr und führte die begonnenen Massnahmen weiter.

Anspruchsvoll an der Übung war die gleichzeitige Koordination des Feuerwehrkaders für sich, des RFO als übernehmende Gesamtleitung, die Verbindungen zwischen den beiden und der Einbezug weiterer Partner wie Zivilschutz, Polizei und technische Betriebe. Die erstmalige Zusammenarbeit des Feuerwehrkaders und des RFO bei einer Übung funktionierte sehr gut. Das Fazit des wachsamen Übungsleiters der Abteilung Militär und Bevölkerungsschutz, Fabian Niederberger: «Das RFO ist sehr gut organisiert, die Abläufe sind klar und man sieht, dass sich der Stab kennt und einander vertraut. Das RFO hat unter Beweis gestellt, dass es jederzeit einsatzbereit ist». Paul Voramwald, Leiter des RFO Wynental, freute sich über diesen Übungserfolg und sprach allen Beteiligten seinen Dank aus. Das festgestellte Potenzial für weitere Optimierungen bietet einen guten Ausgangspunkt, den Kontakt zwischen den Partnerorganisationen bei zukünftigen Übungen zu vertiefen, um im Ernstfall noch stärker auf gegenseitiges Kennen und Vertrauen zurückgreifen zu können.