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Kantonsschule Wettingen zeigt das Gymnasium

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An den Informationsabenden vom 9. November und 2. Dezember drängten sich 13- bis 15-Jährige und ihre Eltern in grosser Zahl in die Aula der Kantonsschule auf der Klosterhalbinsel. Sie wollten erfahren, was das Gymnasium im Allgemeinen und die Schule im ehemaligen Zisterzienserkloster im Speziellen bietet.

Der Rektor, Dr. Kurt Wiedemeier, betonte es in den allgemeinen Ausführungen: Das Gymnasium ist nicht per se der bessere Bildungsweg, sondern jede Schülerin und jeder Schüler soll am Ende der obligatorischen Schulzeit den für sich besten Bildungsweg einschlagen, d. h. eine Lehre absolvieren oder in eine Fachmittelschule oder in ein Gymnasium wechseln. Das Letztere trainiert bildungshungrige Allrounder auf dem Weg an die UNI oder an die ETH und offeriert als Vollzeitschule eine Allgemeinbildung auf hohen Niveau und in einer weltweit einzigartigen Breite.

Die Diashow mit Bildern aus dem Schulalltag, mit dem Ton eines Live-Ausschnitts einer Schulaufführung im Kurtheater (Chor, Orchester, BigBand in Gershwins «Crazy for You“), demonstrierte eindrücklich, dass das vierjährige Gymnasium neben dem obligatorischen Ausbildungsteil (14 Grundlagenfächer, je ein Akzent- Schwerpunkt- und Ergänzungsfach, Projektunterricht und eine Maturaarbeit) eine Vielzahl an Entfaltungsmöglichkeiten in Freifächern bietet, welche den Interessen und Talenten der Jugendlichen entgegenkommen, sei es im Bereich Theater, Musik, Kunst oder Sport, von dem speziellen Ambiente des Campus auf der Klosterhalbinsel ganz abgesehen.

Beispielhaft wurden vier Grundlagenfächer vorgestellt: Französisch (als zweite Landessprache eine schöne Notwendigkeit), Geschichte (Historische Figuren: Sind sie gescheitert oder nicht?), Musik und Instrumentalunterricht (60% der Schülerinnen und Schüler der Kanti Wettingen spielen ein Instrument!) und Physik (Warum implodiert die leere Getränkedose?).

Anschliessend holten sich die jungen Gäste in den Akzentfachateliers die Grundlagen für den Entscheid, der vor Eintritt in das Gymnasium ansteht. Sechs stehen zur Auswahl an der Kanti Wettingen: Moderne Sprachen, Latein, Mathematik, Geistes- und Sozialwissenschaften, Experimentelle Technik und Naturwissenschaft und Digitale Gesellschaft und ihre Medien. «Ich weiss gar nicht, welches Akzentfach ich wählen soll. Ich finde alle Fächer spannend.» sagte Suri. Was kann dieser jungen Frau Besseres passieren?

Im Brudersaal wurden Schulleitungsmitglieder ausgefragt und Verantwortliche beantworteten Fragen zum Immersionsunterricht und zum Doppelabschluss Zweisprachige Matura und International Baccalaureate, der im Ostaargau nur an der Kanti Wettingen angeboten wird.

Auf dem Heimweg im Klosterparkgässli wurde das Erlebte ausgetauscht: «Habe gar nicht gewusst, dass ich an der Kanti mit einem Instrument beginnen kann.» «Für die Immersion muss man sich in der Bezirksschule anmelden.» «Warum haben die Lehrer uns mit Sie angesprochen?» «Den Legoroboter will ich zuhause nachbauen.»

Was macht meine Freundin? Will ich an die gleiche Schule wie mein Bruder? Eltern, Grosseltern und Freunde werden gefragt. Vielleicht wird noch an der einen oder anderen Schule geschnuppert. Nach dem Ende des ersten Semesters im Februar 2016 werden die Bezirksschülerinnen und Bezirksschüler ihre Wahl treffen müssen: Lehre oder Mittelschule, FMS, WMS oder Gymi, Kanti Baden oder Kanti Wettingen.

Marc Buchmann

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