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Kanti Wohlen ermöglicht Reisanbau

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Die dritten Klassen engagieren sich für ein Hilfsprojekt in Kamerun

Im Rahmen des Projektunterrichts „Entwicklungszusammenarbeit“ realisiert eine Gruppe von 26 Schülerinnen und  Schülern ein Projekt zum Reisanbau in Nordkamerun.

Das Dorf Padmangaye mit seinen 500 Einwohnern liegt in der Waza-Logone-Ebene, nicht weit von der Grenze zum Tschad.  Die Ebene wird einmal pro Jahr grossflächig überschwemmt, was eine geeignete Ausgangslage für den Anbau von Reis bietet. Da die Niederschlagsmenge jedoch jährlich abnimmt, muss die Bewässerung - unabhängig des Regenfalls - gewährleistet werden können. Mithilfe der finanziellen Unterstützung sollten zukünftig rund um das Dorf auf 16 ha Reisfelder angebaut und am Anfang und am Ende des Zyklus durch vier Motorpumpen bewässert werden.

Die Klasse setzt auf Nachhaltigkeit
Der Projektunterricht wird von Geographielehrer Jonas Witzig und Pietro Tomasini geleitet, der Projektmanager von International Project Aid ist, einer ZEWO-zertifizierten Organisation, die viel mit Schweizer Schulklassen arbeitet. Aus diversen Projektvorschlägen von IPA entschied sich die Klasse für das Projekt in Padmangaye. Der wichtigste Grund dafür bildete der Aspekt der Nachhaltigkeit: Durch den Reisanbau werden nebst einer Nahrungsquelle auch Arbeitsplätze erschlossen. Ebenfalls profitiert das ganze Dorf vom Projekt, indem ein Teil des Ertrags in soziale Projekte investiert wird, wie zum Beispiel dem Bau und Unterstützung einer Schule. Voraussichtlich kann das Projekt aber erst im April 2013 realisiert werden, da die Reisbauern von der Regenzeit abhängig sind und die nächste vorerst abwarten müssen. Danach ist es aber selbsttragend, weitere Investitionen oder Hilfe sind nicht mehr nötig.

Viele Arbeit im Hintergrund
Die Ermöglichung des Projekts besteht aus vielen verschiedenen Arbeiten. So sind für die Organisation eines  Benefizbrunchs nur fünf Schülerinnen zuständig. Eine weitere Gruppe widmet sich der exakten Berechnung des Budgets. „Dies ist sehr arbeitsaufwendig“, erklärt die Schülerin Larissa Staubli. „Vieles muss berücksichtigt werden, auch mögliche unvorhersehbare Ausgaben.“ Zudem wird alles genau dokumentiert, damit mögliche Spender das Projekt und die Arbeitsschritte nachvollziehen können. Dies beschäftigt einen grossen Teil der Klasse. Zudem hat jede Schülerin und jeder Schüler Adressen von Bekannten und Freunden gesammelt und an diese Spendenbriefe geschickt. Diesem Brief beigelegt befindet sich ein Info-Flyer, auf dem kurz die Ausgangslage und das Ziel des Projekts beschrieben sind. Dieser wurde ebenfalls von zwei Schülerinnen gestaltet.

Erster Kontakt mit den Dorfbewohnern
Pietro Tomasini reiste diesen Februar mit einer Arbeitskollegin erneut nach Kamerun, um dort die Dorfbewohner über den Verlauf der Projektverwirklichung zu informieren.  Die Klasse hatte zu diesem Anlass einen Brief verfasst, der sich an die Dorfbewohner richtete. Herr Tomasini hat ihnen zusätzlich ein Foto der Gruppe an der Kanti Wohlen mitgebracht, woran sie riesige Freude hatten. Diese erste Bekanntschaft ist wichtig, denn so wissen sie, wer hinter dem Projekt steckt, und dies bietet ihnen ausserdem eine optimale Grundlage für die Zusammenarbeit.

 Appetitanregende Spendensammlung
Um das Projekt zu ermöglichen, veranstaltet die Gruppe am 1.April (kein Scherz) ab 10.00 Uhr einen Brunch in der Aula der Kanti Wohlen. Für musikalische Unterhaltung sorgt das Vokalensemble der Schule. Des Weiteren wird das Projekt genauer vorgestellt.

Anmeldung für den Brunch bis 22. März unter der Telefonnummer 056 622 38 91 von 19.00-21.00 Uhr jeweils Mittwoch und Donnerstag und unter andrea.bachmann@kanti-wohlen.ch möglich.

Die Kontodaten für das Projekt lauten: IBAN: CH36 0070 0110 0035 0302 1,  der Zürcher Kantonalbank, Zürich. Vermerk: International Project Aid. Weitere Informationen unter www.ipa-project-aid.org

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