Der lässige Typ in Turnschuhen, Jeans und Strickjacke hatte tatsächlich nichts von Glamour oder Schickeria. Der 44-jährige Deutsche erzählte den Kindern von seinem nicht enden wollenden Hochschulstudium, das er schliesslich abgebrochen hatte. Er fing an die Geschichten zu Pferdefotostorys zu schreiben, durfte eine Urlaubsvertretung als Redakteur für die Conny im Bastei-Verlag wahrnehmen und bekam dort auch einen Job. Bis er zur Regenbogenpresse hätte gehen müssen und verzichtete. Er übersetzte und testete Computerspiele und hielt sich mit Hörgeschichten und Minidrehbüchern über Wasser. Und damit hatte er Erfolg.

Seine Titelfigur Justin Time war im Radio so begehrt, dass Peter Schwindt mehr daraus machen wollte: er suchte sich einen Verlag und schloss schon vor dem Erstellen seines Manuskriptes mit dem Loeweverlag einen Buchvertrag ab. Das war vor acht Jahren, heute lebt er vom Schreiben, ein grosses Privileg, wie er den Schülerinnen und Schülern gegenüber mehrmals betonte.
Dann las er aus seinem neusten Jugendbuch, dem ersten seiner libri mortis-Trilogie. Darin erweist er sich als genauer Beobachter menschlicher Abgründe und spielt sein literarisches Können auf dem Gebiet des Mystery-Psycho-Thrillers voll aus. Die Geschichte erzählt von Rosalie, die ihrem Unbewussten gleichzeitig mit den düsteren Seiten der Stadt in den Katakomben von Paris auf die Spur kommt.

Und bald hörte man kein Scharren und Rutschen mehr, denn erzählen, das kann Peter Schwindt wirklich. Und weil das vor Jugendlichen noch einiges mehr von einem Autor abverlangt als vor einem freiwillig angereisten Erwachsenenpublikum, ist das eine doppelt grosse Auszeichnung.
Die Leserschaft darf gespannt sein auf seine nächsten Jugendbücher und sein erstes für Erwachsene, dessen Szenario er bereits verraten hat: Frankfurt ohne Strom - sechs Wochen lang!