Jubiläumsausflug - 50 Jahre Verein für Pilzkunde Schlieren Am Samstagmorgen, 24 Mai, um 8 Uhr bestieg eine 43-köpfige Mitgliederschar des Pilzvereins Schlieren den Reisebus welcher von Urs Peyer chauffiert wurde. Sogleich wurde gerätselt wohin die Fahrt wohl hingeht, denn niemand - ausser dem OK - kannte die Route. Wir fuhren zuerst Richtung Bern. Darnach zeigte sich, dass es Richtung Westschweiz ging. Wir freuten uns an der abwechslungsreichen und schönen Landschaft. Dabei erfuhren wir von unserem Chauffeur allerlei Wissenswertes. Nach unserem ersten Zwischenstopp oberhalb Yverdon liess uns unser Hauptorganisator, André Gsponer, erstmals ein wenig in die Karten blicken indem er uns mitteilte, dass die Fahrt Richtung Wallis geht. Der Blick zur Rechten auf den Genfersee und zur Linken auf die gepflegten Rebberge war einmalig. Als wir die Kantonsgrenze Waadt - Wallis passierten, leuchteten sofort die Augen von André, denn nun befanden wir uns in seinem Heimatkanton. Er vermittelte uns fortan sein Wissen über das Wallis gespickt mit vielen persönlichen Erlebnissen. Zwischen Sion und Sierre, genau gesagt in St.-Léonard besuchten wir den grössten, natürlichen, unterirdischen See Europas. Während einer halbstündigen Bootsfahrt in einem Ruderboot, erzählte uns der witzige Bootsmann allerhand über die Geschichte dieses 6000 m2 grossen, einmaligen Naturwunders. Ziel unserer Tagesetappe war Glis, der Ortsteil von Brig in welchem André aufgewachsen ist. Bei der Familie Lengen hielt der Bus erneut. Von Fredy Lengen und seinem Team wurden wir durch den Weinkeller geführt und lernten dabei, dass bei der Familie Lengen nicht nur Wein sondern unter anderem neu auch Whisky produziert wird. Beim Anblick der Fleisch- und Käseplatten welche uns nach dem Rundgang aufgetischt wurden, lief uns buchstäblich das Wasser im Mund zusammen. Begleitet wurden die Walliser Spezialitäten durch edle Lengen-Weine nach dem Motto: "Ds Läbu isch zchurz fer schlächte Wii ztrichu". Nach dem Bezug der Hotelzimmer im "Good Night Inn" in Brig erwartete uns eine weitere Überraschung: Vor dem Hoteleingang wartete der "kleine Simplonexpress". Mit dieser Touristenattraktion lernten wir auf bequeme Art und Weise viele Sehenswürdigkeiten von Brig, Naters und Glis kennen. Den Apéro - grosszügigerweise von André offeriert - wie auch das anschliessende Nachtessen genossen wir im Restaurant Zunftstube in Glis. Das Essen mit dem tollen Dessertbuffet schmeckte ausgezeichnet. Ein Wort: Grossartig. Nach einer erholsamen Nacht und einem reichhaltigen Frühstück waren wir am Sonntagvormittag bereit für neue Taten. Auch am zweiten Tag zeigte sich das Wetter wieder von der guten Seite. Die Leute scharten sich zusammen für ein Gruppenbild. Dann ging es Richtung Goppenstein zum Verlad durch den Lötschberg. Urs Peyer, manövrierte den Car präzise auf den Zug und lenkte ihn nach dem Tunnel vorsichtig wieder auf die Strasse; keine leichte Sache mit Zentimeterabstand zu den Seitenwänden links und rechts und die Zugkomposition noch eine Biegung vorweist. Wir Fahrgäste waren beeindruckt. André Gsponer übernahm wiederum die Reiseleitung. Auf unterhaltsame Art erzählte er Wissenswertes das Kandertal hinunter entlang dem Thuner- und Brienzersee bis hin zum nächsten Ziel: Ballenberg. Alle kennen das Freilichtmuseum. Für viele von uns lag der letzte Besuch jedoch schon lange zurück. In kleinen Gruppen machten wir uns auf, die Anlage neu zu erkunden. Nebst der Zeitreise zurück in vergangene Jahrhunderte erinnerten wir uns an unsere Kindheit in den 40er und 50er Jahren. Zur Mittagszeit verköstigten wir uns mit Ballenbergspezialitäten. Diskutiert wurde für einmal nicht über Pilze.Es wurde viel gelacht und gescherzt. Auf der Heimreise wirkten die Reisenden etwas ermattet. Trotzdem bot der eine oder andere Teilnehmer noch eine Kurzerzählung oder einen Witz. Nachdem Urs Peyer den Bus wieder sicher auf den alten Gemeindeplatz gesteuert hatte waren sich alle einig: Es war ein unvergesslicher Jubiläumsausflug. Herzlichen Dank André für die ausgezeichnete Organisation sowie Urs Peyer für die Fahrt. Robert Bickel / Eveline Autenrieth