Am Morgen vom 4. September trafen sich einundzwanzig neugierige Landfrauen, um zusammen auf Reisen zu gehen und ihr Jubiläum zu feiern. Wohin es gehen würde wusste niemand, es sollte eine Überraschung sein. Gut gelaunt und voller Vorfreude fuhren wir Richtung Ostschweiz. Bei den Appenzellern, in Teufen, bog unser Car in eine sehr steile Strasse ein und wir fuhren den Berg hinauf bis zur Waldegg, einem Erlebnisrestaurant.

Aufgeteilt in zwei Gruppen, machten wir uns auf, diese spannende Umgebung zu erforschen. Die erste Gruppe begab sich in die urgemütliche Ziträdli-Holzofen-Bäckerei, um ein altes Appenzeller Geheimnis zu erforschen: Die Kunst des Biberfladen-Backen. Interessiert lauschten wir den Worten des Bäckermeisters und machten uns ans Werk. Jede Frau durfte ihren eigenen Biberfladen kreieren. Kein Problem für uns….. schliesslich sind wir Landfrauen! Trotz unseres Charmes liess sich der Bäcker das Geheimnis der Zutaten für den Teig nur teilweise entlocken.

Die andere Gruppe erkundete währenddessen die anderen Schauplätze. Draussen konnte man Zwerggeissen, Schweine, Hühner und Schafe beobachten. Im typischen Appenzeller Haus gab es einen Tante Emma Laden, voller feiner Spezialitäten. Das ganze Haus war eine Art Museum, in dem man in jedem Bereich in Grossmutters Zeiten eintauchen konnte.

Hungrig von den vielen Eindrücken, trafen wir uns im gemütlichen Dachstock des Hauses, im Schnugge-Bock, und liessen uns mit einem währschaften Zmittag verwöhnen.

Mit übervollem Bauch fuhren wir mit dem Car Richtung St. Gallen, wo uns die nächste Überraschung erwartete. Nach kurzem Spaziergang, was unseren Bäuchen gut bekam, standen wir vor dem Textilmuseum. Im Innern erwartete uns eine Welt der Kreativität und der Technik. Die St. Galler Stickereien waren zu Beginn des 20. Jahrhunderts in aller Welt bekannt und begehrt. In einer Führung erfuhren wir einiges über jene Zeit und durften viele schöne Stickereien, Spitzen, Stoffe, Kleider und andere Ausstellungsobjekte betrachten.

Danach machten wir uns auf den Heimweg und erreichten, nach einer beinahe staufreien Fahrt, Mülligen. Es war eine schöne Reise mit vielen Eindrücken und Erlebnissen. Wir durften unser Vereins-Jubiläum gebührend feiern und haben das Zusammensein genossen. Herzlichen Dank auch für den Zustupf der Gemeinde.