Am Donnerstag, 18.3.2010 fand die 125. Generalversammlung des Bienenzüchtervereins des Bezirks Zurzach im Restaurant Löwen in Tegerfelden statt. Die Teilnahme von 61 von gut 90 Mitgliedern an der Generalversammlung zeigt das grosse Interesse der Vereinsmitglieder an der Bienenhaltung. Die ordentlichen Themen wie Protokoll, Jahresbericht, Budget und Rechnung wurden in der von Präsident Peter Spuhler routiniert geleiteten Generalversammlung diskussionslos genehmigt.
Unter Mutationen waren 4 Austritte, davon 1 Todesfall zu vermelden. Sehr erfreulich hingegen waren die Eintritte. Mit Thorsten Harder, Tegerfelden; Ruth Kiser, Böttstein; Heiner Lüthi, Mandach; Edith Meier, Baldingen; Lucien Sadowski, Zürich/Rümikon; Corinne + Christoph Villiger, Döttingen; Adelbert Weiss, Rheinsulz und Daniel Böhler, Mellikon konnte eine stattliche Anzahl von Neumitgliedern in der Verein aufgenommen werden. Die meisten von Ihnen besuchen gegenwärtig im zweiten Jahr den Grundausbildungskurs für Neuimker und lernen das Imkerhandwerk von der Picke auf bei Markus Laube aus Vogelsang.
Jörg Wegmüller, Reuenthal wurde neu in den Vorstand gewählt und ersetzt dort den zurückgetretenen Albert Graf aus Full. Sein Einsatz im Vorstand wurde gewürdigt und der abgetretene Vizepräsident wurde mit einem Geschenk und einem kräftigen Applaus bedacht.
Auch bei der Betreuung der Zuchtstation Ruchrüti (Leuggern) gibt es eine Veränderung. Der bisherige Leiter Michael Graf durfte für seine Arbeit ein „goldenes Beil" und den Dank der Anwesenden entgegen nehmen. Seine Nachfolge übernimmt Albert Graf aus Full.
Dass sich die Imker in einem schwierigen Umfeld bewegen liest und hört man in den letzten Wochen und Monaten öfters. Die Zurzibieter Imker sind davon leider nicht verschont und mussten über den Winter zum Teil erhebliche Verluste hinnehmen. Besonders hart sind diejenigen betroffen, die einen Totalverlust aller Völker hinnehmen müssen. Neben dem wirtschaftlichen Verlust ist es vor allem auch ein Schlag, welcher das Imkerherz schmerzt. Über die Gründe dieser in Europa aber auch Amerika auftretenden Völkerverluste herrscht nach wie vor eine grosse Ungewissheit. Die Verluste nehmen aber ein Ausmass an, welches lokal die Bestäubung der Pflanzen gefährden kann.
Daneben stehen die Imker im Zurzibiet im laufenden Jahr aber auch vor grossen positiven Herausforderungen. Der Verein wurde 1885 gegründet und feiert somit dieses Jahr sein 125 jähriges Bestehen. Die Imker präsentieren deshalb ihr Hobby an den 2 letzten Wochenenden im August in Lengnau anlässlich des dortigen Dorffestes. Eine Ausstellung wird seit Monaten vorbereitet und es besteht dort auch die Möglichkeit, den Imkern beim Umgang mit den Bienen über die Schultern zu schauen. Die Bevölkerung ist jetzt schon aufgefordert, sich den Termin zu reservieren. Am 4. September findet dann zum Abschluss der Jubiläumsfeierlichkeiten der Bankettabend für die Imker und geladene Gäste in Bad Zurzach statt.
Am Pfingstmontag, 24. Mai wird traditionsgemäss der Suppentag für die Bevölkerung im Loohof durchgeführt. Dieser Anlass hat schon Tradition und wurde vor einigen Jahren ins Leben gerufen um eine finanzielle Basis für das 125 Jahr-Jubiläum zu schaffen. Auch hier hoffen die Imker auf einen Grossaufmarsch.
Unter Verschiedenem war zu Erfahren, dass der Bienenzuchtverein Zurzach seit einigen Wochen auch im Internet zu finden ist. Unter www.bienen-ag.ch , der Homepage des Kantonalverbandes haben auch die Zurzibieter Imker einen eigenen Auftritt. Nachdem dann noch weitere Informationen an die Imker vermittelt und Fragen zur Bienenhaltung beantwortet wurden, konnte der Präsident die Versammlung kurz nach 21.00 Uhr schliessen. Jetzt konnte das „Fachsimpeln" unter den Leuten beginnen, die durch ein schönes und anspruchsvolles Hobby miteinander verbunden sind. (sme)