Für das Jubiläumsjahr wurde eine Reise "mit Auftritt" geplant. Nun entpuppte sich unsere Dirigentin Marlène Flammer als begabte Organisatorin: Wir erlebten ein wunderschönes Wochenende in München – und durften sogar in der Frauenkirche (im Dom) während 20 Minuten a capella Lieder vortragen. 

Sonniges Wetter begleitete die gut 30-köpfige Frauengruppe während der ganzen Reise. Nach einer genussvollen Bahnfahrt und der Begrüssung im Hotel in Bahnhofsnähe stürzten wir uns am Freitag­nachmittag ins Abenteuer. Bei einem Rundgang durch Münchens Altstadt zeigte uns die Stadtführerin viele Sehenswürdigkeiten und unterhielt uns mit humorigen Geschichten. Alles war beeindruckend – das Rathaus, Kirchen, Biergärten, der Viktualienmarkt und nicht zu vergessen – das Hofbräuhaus.

Auf Wunsch der Stadtführerin und zur eigenen Freude sangen wir in einem Hof spontan zwei Lieder: "Du fragsch mi, wer i bi" und "Dona nobis pacem".

Das echte Highlight unserer Reise war jedoch der Auftritt im Dom, am Samstag nach dem Mittagsgebet. Nach kurzem Einsingen in einer Seitengasse betraten wir die imposante Kirche und setzten uns in die zugewiesenen Bänke. Um punkt 12 Uhr erschien eine Nonne. Sie bat die Touristen um Ruhe, begrüsste auch uns und ermunterte die Anwesenden, nach dem Gebet zu bleiben und unsere Lieder anzuhören. Nach dem Mariengebet und einem gemeinsamen Vaterunser wurden wir kribbelig: Ein Kirchendiener entfernte das dicke Seil zum Chor und wir durften uns auf den Treppenstufen aufstellen. Die Stimmung war feierlich. Angesichts der vielen Leute fragten wir uns, wie unsere Lieder in dem riesigen Kirchenschiff wohl klingen würden. – Es tönte prächtig und unser Küken Sarah sang ihr Solo wunderbar rein, wie noch nie vorher. Jetzt wussten alle: Das viele Üben hat sich gelohnt! Dieser Auftritt war ein beglückendes Erlebnis.

Am Nachmittag konzentrierten wir uns wieder aufs Vergnügen. Hauptziel war der Englische Garten, der in mehreren Grüpplein erkundet wurde. Einige unternahmen ausgedehnte Spaziergänge, während sich andere von Velo-Rischkas herumkutschieren liessen. Dieses Naherholungs-Gebiet ist grösser als der Central Park in New York. – Nach der Park-Erfahrugng wurde München dank der Tageskarten für den ÖV kreuz und quer weiter erkundet und so endete auch dieser Tag für alle ziemlich gleich: Wir plumpsten einfach in die bequemen Hotelbetten. . .

Am Sonntagmorgen besichtigten wir noch das Schloss Nymphenburg. Während der Führung kamen wir in den Genuss einer interessanten Geschichts-Stunde. Anschliessend ging es ein letztes Mal in die Stadt für ein abschliessendes Sightseeing oder eine Rast in einem Biergarten. - Am späteren Nachmittag holten wir im Hotel das Gepäck und reisten im Direktzug nach Lenzburg. Müde aber in bester Stimmung konnten wir unsere Angehörigen dort begrüssen. So ging die wunderschöne, einmalige Jubiläumsreise zu Ende.