Nicht jeder „Unterländer Jodlerklub“ hat soviel Glück, dass ein waschechter Davoser in seinen Reihen steht. Was lag also näher, als dass eben dieser, seit 50 Jahren «heruntergekommenner Bündner» mit Namen John J. Tarnutzer (Berikon), zusammen mit dem Klub-Vorstand, seinen Jodlerverein an’s 29. Eidgenössische Jodlerfest nach Davos geführt und diese Rückkehr in’s Landwassertal bis ins Detail bestens oorganisierte.

Nach intensiver Probentätigkeit, im Vorfeld des grossen Anlasses, und unter der ad interim-Leitung von der qualifizierten und weitherum bekannten Chorleiterin: Cäcilia Brem-Limacher (Friedlisberg), reiste man z.T. schon am Donnerstag, resp. Freitag an den Festort auf 1‘560 m.ü.M. Der Haupthartst vom Klub reiste dann am Samstag per Bahn an, wo sie dann von ihrem Organisator mit einem einheimischen „Apéro“: einem Bündner Röteli, dazu Birrebrot & Bündner Nusstorte, inkl. einem Strüssli Alpenrosen, am Bahnhof „bin ünsch uf Tafaas“ (Davos, im einheimischen Dialekt) herzlich begrüsst wurden.

Die Klub-Jodlerin Doris Langensand (Sarmenstorf), zusammen mit ihrem Duettpartner Thomas Frey (Sarmenstorf), hatte ihren Auftritt mit dem Jodellied: „Vergissmeinicht“ vom Dölf Mettler kurz vor dem gemeinsamen Mittagessen, welches im „Schwingerzelt“ im Jodlerdörfli eingenommen wurde.

Der Jodlerklub in corpore konnte dann nach der Mittagspause mit dem einstudierten Vortrag: „Wärmi – Troscht u. Liebi schänke …“ vom Ueli Zahnd, sein Können unter Beweis stellen, was ihm wie gewünscht gelang. Der Duett- wie auch der Chorbeitrag wurde von den Juroren mit dem wohlverdienten „GUT“ belohnt, auf dem nun weitergearbeitet werden kann.

Jetzt war der Moment gekommen auf den alle gewartet haben, man stürzte sich in das Festgetümmel auf Strassen & Plätzen, wie auch in den vielen Festzelten im Jodeldörfli, wo noch bis weit in die Nacht, wenn nicht gar bis in den frühen Sonntag-Morgen gejodelt und gesungen wurde.

Das bestorganisierte 29. Eidgenössische Jodlerfest wurde von den Davoser hervorragend mit einem abwechslungsreichen & farbenfohen Festumzug abgeschlossen. Der „Heimweh-Davoser“ sagt nochmals ganz herzlich – „es isch choge guot gsi“ !