Dottikon-Dintikon Station (Villmergen)

Jahresversammlung Unia Lenzburg-Freiamt

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Ein schwieriges Jahr ins Positive gedreht

Die Unia Lenzburg-Freiamt blickte an ihrer Jahresversammlung auf ein schwieriges, aber positives Jahr zurück. Nebst den ordentlichen Geschäften und der Jubilarenehrung stand der Abend im Zeichen der Finanz- und Wirtschaftskrise.

Ein ereignisreiches Jahr liege hinter ihnen, betonte Präsident Thomas Seiler vor den 100 Mitgliedern und zahlreichen Gästen an der Jahresversammlung der Unia Lenzburg-Freiamt. Mit der Wahl von Urs Hofmann sei endlich wieder eine gewerkschaftliche Stimme im Regierungsrat vertreten - was sicher positiv zu werten sei. Positives gebe es aber auch von der Unia selbst zu vermelden: Mit dem ersten ordentlichen Kongress vom letzten Herbst und der Neu-Organisation der Region Aargau sei die Gewerkschaft vier Jahre nach ihrer Gründung in eine neue Phase getreten und blickte heute optimistisch in die Zukunft.

Auf ein schwieriges, aber rückblickend positives Jahr blickte auch Kurt Emmenegger, Geschäftsleiter der Unia Aargau, zurück. Während in der Vertragspolitik mit den Gesamtarbeitsverträgen im Bauhauptgewerbe und für die Temporärfirmen zwei wichtige Erfolge erzielt werden konnten, musste auf politischer Ebene bei der AHV-Initiative eine schmerzhafte Niederlage hingenommen werden. Gut unterwegs hingegen die Unia selbst. Unia Aargau sei nach schwierigen Jahren gut aufgestellt und bereit für die Herausforderungen der Zukunft. Erfreulich insbesondere die Mitgliederentwicklung der letzten Monate, die heute einen deutlich positiven Trend aufweise.

Hans Schäppi, ehemaliger Zentralsekretär der Gewerkschaft Bau und Industrie (GBI) begann sein Referat mit einem Überblick über die Gründe, die zur Finanz- und Wirtschaftskrise geführt hatten. Schnell habe sich gezeigt, dass es sich nicht um eine reine Finanzkrise, sondern eine eigentliche Systemkrise handle - und auch entsprechend analysiert werden müsse. Der wachsende Gegensatz von Arm und Reich, die massive Steigerung der Gewinneinkommen im Kontrast zur Lohnentwicklung sei sicher eine der hauptsächlichen Ursachen und Widersprüche, die zur Krise führten. Problematisch nun, dass die Folgen der Krise - wie eigentlich immer - auf die Schwächsten abgewälzt werde. Das System kenne in diesem Sinn keine neutrale Lösungen - jede Lösung habe auch immer ihre Schattenseite, schade jemanden. Hier hätten die Gewerkschaften - und nicht zuletzt auch die Unia Lenzburg-Freiamt - ihre Aufgabe, hier gelte es anzusetzen. (sg)

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