Bremgarten (AG)

Ja zur Umfahrung von Mellingen

megaphoneLeserbeitrag aus Bremgarten (AG)Bremgarten (AG)

Geschäftsleitung der FDP.Die Liberalen Bezirk Bremgarten beschliesst JA-Parole zur Umfahrung Mellingen

Der Grosse Rat hat den Kreditbeschluss für die Umfahrung Mellingen mit dem Behördenreferendum der Volksabstimmung unterstellt. Der erste Teil der Umfahrung ist beschlossene Sache, am 15. Mai 2011 hat das Stimmvolk über den Kreditbeschluss zu befinden, so dass das Gesamtprojekt realisiert werden kann. Die Geschäftsleitung der FDP.Die Liberalen Bezirk Bremgarten hat die JA-Parole beschlossen und spricht sich dadurch klar für bessere Lebens- und Wohnqualität in Mellingen aus. Damit folgt sie der Parole der kantonalen Partei.

Bei der Vorlage handelt es sich nicht nur um eine regionale Angelegenheit, sondern es wird kantonale Verkehrspolitik betrieben, wie Edwin Riesen, Präsident FDP.Die Liberalen Bezirk Bremgarten, betont. Bei einem Nein besteht die Gefahr, dass weitere Verkehrsprojekte bachab gesandt würden (z.B. Bad Zurzach, Sins). Die Abstimmung hat deshalb eine grosse Bedeutung für die kantonale Verkehrspolitik. Der Kanton Aargau hat heute rund 610‘000 Einwohner, was einer Zunahme von über 65‘000 seit dem Jahr 2000 entspricht. Zum Vergleich: Im Bezirk Bremgarten leben knapp 70‘000 Menschen. Die Bevölkerung wird durch die gestiegene Attraktivität des Kantons auch künftig zunehmen, was die Verkehrssituation weiter verschärft, wie Silvan Hilfiker, Mitglied Geschäftsleitungsausschuss, zu bedenken gibt. Vor diesen Realitäten kann die Politik die Augen nicht verschliessen.

Mit der geplanten Umfahrung wird eine weitere historische Stadt im Aargau vom Durchgangsverkehr befreit. Die langen Rückstaus, die gefährlichen Manöver beim Passieren des Tors sowie das Durchqueren des Wohngebiets Richtung Birrfeld haben ein Ende. Die Umfahrung hat aber Eingriffe in landwirtschaftliche Flächen zur Folge, dies kann nicht verschwiegen werden. Durch umfangreiche Ausgleichs- und Ersatzmassnahmen werden jedoch Naturwerte erhalten und Beeinträchtigungen durch aufwendige Renaturierungsarbeiten kompensiert. Unter Berücksichtigung dieser Aspekte und die positiven Auswirkungen auf die Lebens- und Wohnqualität scheinen die Eingriffe in die Natur vertretbar. Selten wurde derart viel für eine umweltverträgliche Realisierung eines Verkehrsprojekts unternommen.

Die Ablehnung dieser Vorlage führt dazu, dass der Aargau mittel- bis langfristig im Verkehrschaos versinken wird und künftige Verkehrsprojekte stark gefährdet werden. Mit der JA-Parole spricht sich die Geschäftsleitung der Bezirkspartei klar für eine verantwortungsvolle, umsichtige Verkehrspolitik im Kanton und für die Aufwertung von Mellingen aus.

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