Niederlenz

Ja zu Schulraumbauten, aber mit Vorbehalten

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Am vergangenen Freitag diskutierte die ausserordentlich gut besuchte Versammlung der SP Niederlenz lebhaft und engagiert die zu fällenden Entscheide der nächsten Gemeindeversammlung. Gegen das Budget gab es keine Einwendungen, aber es wurde über eine Anpassung des Steuerfusses diskutiert, um Reserven für die absehbar grossen Ausgaben zur Realisierung der Schulraumprojekte zu schaffen. Vorläufig soll aber auf eine Anpassung verzichtet werden.

Eine kontroverse und hitzige Diskussion entzündete sich über die Kredite für ein Schulraumprovisorium von Fr. 470‘000 und für ein Wettbewerbsverfahren von Fr. 170‘000 für den Neubau eines 3-fach Kindergartens. Kritisiert wurde vor allem, dass die Stimmbürger keine Informationen über den effektiven notwendigen Raumbedarf auf der Zeitachse und die daraus resultierenden Kosten zu haben. Bereits im Juni hat die SP ihr Unbehagen darüber geäussert, dass die im Jahr 2012 vorgelegte Schulraumplanung auf zu hohen Bevölkerungs- und Schülerzahlen basiere und somit ein Bauvolumen verlange, das zu gross – und nicht finanzierbar sei. Die SP war damals schon der Meinung, dass die Zahlen der Schulraumplanung dringend, und vor allem vor definitiven Entscheiden, aufzuarbeiten und öffentlich zu diskutieren sei. An der Versammlung wurde dem Kredit für den 3-fach Kindergarten wurde zugestimmt, weil er das eigentliche Schulareal nicht tangiert, aufgrund der steigenden Kinderzahlen notwendig ist und das Provisorium aus den 60er-Jahren ablöst. Grundsätzlich unbestritten war auch der Kredit von Fr. 470‘000 für das Schulraumprovisorium. Hingegen bestand Unbehagen darüber, dass sich die Gemeinde auf dem Schulareal von Provisorium zu Provisorium hangeln wird und dass das heute zur Diskussion stehende Provisorium vermutlich am Standort des ehemaligen Kosthauses am falschen Ort zu stehen kommt. Mit grosser Wahrscheinlichkeit wird exakt dort das spätere neue Primarschulhaus realisiert. Angesichts der knappen Finanzen ist es dringend angezeigt, auf weitere Provisorien zu verzichten.

Kritisch wurde auch vermerkt, dass es der Gemeinderat leider versäumt hat, auf die anlässlich der Gemeindeversammlung vom 1. März gestellten Fragen bezüglich des Finanzbedarfs aller geplanten Investitionen und hinsichtlich der Auswirkungen auf den Steuerfuss dem Stimmbürger (mit der Einladung zur GV) Antwort zu geben. (SPN)

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