Der Verein Pro Bözberg lud traditionsgemäss zur Bettags-Exkursion

Die diesjährige Exkursion war dem 14 Stationen umfassenden Natur- und Kulturweg Linn gewidmet. Der vier Kilometer messende Rundkurs ist ein zum 2006 gefeierten Jubiläumsfest „700 Jahre Linn“ mit Unterstützung der Gemeinde, des Kantons und von Dreiklang Aare – Jura – Rhein geleisteter Beitrag des Natur- und Vogelschutzclubs Bözberg (NVSC). Dessen Präsident, der in Gallenkirch aufgewachsene und wohnhafte Biologe und Botaniker Max Gasser, sowie die Kunsthistorikerin Dorothea Burkhard, Unterbözberg, und die Ornithologin Claudia Müller, Villnachern, boten in den von ihnen geführten drei Gruppen von ihren fachspezifischen Kenntnissen geprägte Einblicke in das Ortsbild von nationaler Bedeutung und ins idyllische Umfeld.

Zu Beginn der Exkursion erwähnte Pro-Bözberg-Präsident Otto H. Suhner den nach Jahren des zähen Ringens mit den Jura-Cement-Fabriken in Wildegg und mit dem Kanton via Entscheid des Bundesgerichtes erreichten Verzicht auf die geplanten Probebohrungen und damit auf einen allfälligen Steinbruch im Naturschutzgebiet des bei Effingen gelegenen Homberges. Suhner betonte, Pro Bözberg widme sich der Erhaltung der Landschaft und der Pflege der Gemeinschaft, und so bleibe der Verein weiterhin bestehen. In Sachen nationales Endlager für radioaktive Abfälle setze man sich mit allen Mitteln für die Wahl des bestmöglichen Standortes in der Nordschweiz ein, und dieser befinde sich rein objektiv betrachtet nicht in unserer Gegend. Ein weiterer wichtiger Punkt sei das Augenmerk auf eine sorgfältigere Waldbewirtschaftung.

Der Rundgang von der Linner Linde via Sagenmühlital und den Hundsruggen zeigte die Vielfalt und Schönheit des heutigen Bözberger Ortsteils mit seinen historischen Gebäuden sowie der umliegenden Landschaft mit Baumgärten, Hecken, Wiesen, Bächen, Wasserfällen, Teichen und Tümpeln, Föhren- und Buchenwald. In dieser Naturschutzgegend fühlen sich zahlreiche Tiere wohl, von denen man allerdings an diesem regnerischen Sonntagnachmittag kaum etwas zu sehen oder zu hören bekam. Den Abschluss der Exkursion bildete das gemütliche Beisammensein mit Grillieren bei der Schulanlage.

Von Max Weyermann