Mit über 700 Stunden freiwilliger Arbeit haben sich Freiwillige der überkonfessionellen und politisch unabhängigen Gruppe INTEGRAENICHEN seit Anfang Februar dieses Jahres für die Integration von Asylsuchenden in Gränichen eingesetzt. Es wurde Deutsch unterrichtet, Kontakte geknüpft, Kleider und Gebrauchsgegenstände gesammelt, gemeinsam musiziert und gesungen. Einmal monatlich findet im Anschluss an den wöchentlichen Offenen Treff im reformierten Kirchgemeindehaus ein Essen statt, das in loser Folge jeweils eine Gruppe Asylsuchender kocht. Frauen treffen sich zu speziellen Freizeitunternehmungen unter der Leitung junger einheimischer Frauen. Am Gränicher Bike-Rennen waren zwei Asylsuchende in der Küche und als Streckenposten im Einsatz. Weitere Projekte wie Sport oder weitere Beschäftigungsangebote sind im Entstehen.

Die Kerngruppe aus Vertretern aller kirchlichen Gruppen im Dorf hat sich am Montag, 20. Juni mit einem bunten Gründungsfest als Verein formiert. Ein interkulturelles Apérobuffet, Spiele für die Kinder, die zwei Clowns Peppina und Lillilu, sowie Cellistin Janka Speglitz mit Schülern, Partner und Bouzouk-Spieler Eyad boten einen tollen Rahmen für über 50 Gäste von jung bis alt. Matthias Hügli übernimmt das Präsidium des neuen Vereins. Liliane Zimmermann waltet als Kassierin, und der reformierte Pfarrer Simon Pfeiffer macht im Auftrag der Kirchenpflege das Aktuariat. Interessierte können Gönner werden, indem sie Zeit für eine Vereinsaktivität einsetzen oder Geld spenden.

Simon Pfeiffer