Retterswil (Seon)

Informationsversammlung der SVP Seon in der Waldhütte

megaphoneLeserbeitrag aus Retterswil (Seon)Retterswil (Seon)

Zum Abschluss eines sehr erfolgreichen Jahresprogramms 2010 lud die SVP in die Wald¬hütte Seon ein. Nach einem hochinteressanten Vortrag von Bernhard Graser behandelte Sie die Traktanden der Wintergemeindeversammlung

Eine grosse Anzahl Interessierte traf sich am vergangenen Freitag in der Waldhütte Seon zu ei­ner Orientierungsversammlung der SVP Ortspartei Seon. Erfreut zeigte sich Präsident Christian Hauri über die vielen erstmals Anwesenden. In seiner Grussbotschaft blickte er auf ein sehr er­folgreiches Jahr zurück, in dem die SVP mit vielen gut besuchten Anlässen präsent war. Danach konnte er den Referenten des Abends vorstellen: Bernhard Graser, der vielen von seiner Arbeit beim Mediendienst der Kantonspolizei Aargau bekannt ist.

Thema des Vortrags war nicht dessen Arbeit im Mediendienst der KaPo. Vielmehr stellte er die Organisation mit ihren vielfältigen Aufgaben im Alltag vor. Dabei verhehlte er nicht, dass er selbst noch sehr gerne in diesem Polizeialltag mitarbeitet. Der Dienst, welcher in der Öffentlichkeit am meisten präsent ist, ist wohl die Mobile Einsatzpolizei MePo. Dabei zeigte Graser auf, dass deren Wahrnehmung als reines Kontrollorgan an der Realität vorbei geht. Vielmehr dienen Kontrollen dem reibungslosen Verkehrsfluss und vor allem der Sicherheit. Es wäre falsch, wenn die Polizei in der Kette „Party - Raser - Unfall" immer erst beim letzten Kapitel anwesend wäre.

Die Ausführungen zur Kriminalpolizei zeigten, wie weit Filme oft von der Rea­lität entfernt sind. Diese besteht meist aus harter Knochenarbeit, die viel Geduld und zu­nehmend mehr spe­ziali­sierte Fachkenntnisse erfordert. Als Beispiele seien Kriminaltechnik, Wirt­schaftskriminalität und Informatiktechnologien erwähnt. Dass die Arbeit nicht ausgehen wird zeigt die Statistik. Alle drei Tage passiert ein Raub im Kanton, alle 30 Tage eine Tötung. Dazu kommt die Drogenkrimi­nalität, welche schwer zu bekämpfen ist, da nach Verhaftungen sofort andere De­linquenten nachrücken.

Beeindruckend ist auch die Tätigkeit der Einsatzzentrale. Bis zu 400 eingehende Anrufe pro Tag müssen dort verarbeitet werden. Bei ARGUS wies Graser darauf hin, dass es keine Rambo­truppe ist, sondern erfahrenen Leute, welche über eine intensive Spezialausbildung verfügen. Zum Schluss dankte Graser den Part­nern der Kantonspolizei: Die Regionalpolizeikorps und die Grenzwacht. Als wichtige und werte­volle Helfer erwähnte er auch die Polizeihunde, die bei vielen Einsätzen eine unverzichtbare Un­terstützung sind.

Präsident Christian Hauri bedankte sich beim Referenten für die spannenden Informationen und leitete dann zur Behandlung der Traktanden der Gemeindeversammlung über. Der Gemeinderat legt trotz grossem Kostenschub, vor allem im Gesundheits- und Sozialwesen ein ausgeglichenes Budget mit einem unveränderten Steuerfuss vor. Wie lange dieser noch möglich ist, wird sich zeigen. Das Budget wurde von der Versammlung zustimmend zur Kenntnis genommen. Hauri informierte auch über verschiedene laufende Projekte, insbesondere über die Schulraumplanung.

Ueli Kägi orientierte über die Arbeit der Verkehrkommission, welche leider in der Zusammenar­beit mit kantonalen Stellen oft schwierig und zeitraubend ist. Grossrat Hans Dössegger berichtete über Aktuelles aus dem Kantonsparlament, wo derzeit gesundheitspolitische Themen von gros­ser finanziellem Ausmass zu behandeln sind. Pflegefinanzierung, Spitalfinanzierung müssen ge­mäss KVG umgesetzt werden. Dagegen wird sich die SVP gegen die Ausgabenlawine „Familien­ergänzende Kinderbetreuung" mit allen Mitteln wehren.

Im dritten Teil des Abends konnte das „gemütliches Beisammensein" gepflegt werden. Bei Wurst und Brot und Tanksame wurde die intensiven Diskussionen vertieft werden.

06.11.2010/HDö

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