Gränichen

In die Zukunft mit einem starken Aargauer Bauernstand

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Der Grossaufmarsch und die stimmige Atmosphäre anlässlich der Liebegger Schlussfeier unter dem Motto "Liebegg - Zurück in die Zukunft" bestätigte einmal mehr, Landwirt zu sein ist mehr als einfach einen Beruf zu haben. Insgesamt 65 Landwirte und 6 Agrarpraktiker, darunter sechs Frauen, erhielten ihre Berufsausweise. 

Der grosse Stolz war den angehenden Landwirten und Agrarpraktiker von den Augen zu lesen, als Sie mit über 45 Traktoren zur Schlussfeier in die MZH in Gränichen Dorf aufgefahren sind. Neben den blumengeschmückten Traktoren war auch der Besucheraufmarsch von Berufsbildnern, Eltern, Freunden und Gäste aus Regierung und Politik eindrücklich. "Wissen Sie, was es mit dem Datum vom 21. Oktober 2015 auf sich hat?" fragte Hansruedi Häfliger, Direktor des Landwirtschaftlichen Zentrums Liebegg die Absolventen in seiner Begrüssungsansprache. Der 21. Oktober 2015 ist der Tag, an dem die Hauptfigur Marty McFly im Kultfilm "Zurück in die Zukunft" nach seiner Zeitreise in der Zukunft ankommt. Verblüffend, wie sich Hollywood in den 80-Jahren die Zukunft vorstellte. Einige Prognosen treffen heute tatsächlich zu! Im Film hängen überall Flachbildschirme an der Wand. Jeder kommuniziert mit anderen über Videotelefonie à la Skype, und ein Display zeigt vorher an, wer anruft. Mit meinem Blick in die Zukunft will Häfliger keinesfalls die reale Situation der Bauernfamilien schönreden, sondern Hoffnung wecken für eine vielversprechende Zukunft – eine Zukunft, die auch den Bauern gehören wird - eine Zukunft, die aber insbesondere den Absolventinnen und Absolventen gehört.

"Die Bauern sind zurück in der Zukunft"

Die Bauern sind nicht nur zurück in der Zukunft, nein, die Zukunft gehört den Bauern. Diesem Votum waren sich sämtliche Referentinnen und Referenten einig. Die zwei unterhaltsam vorgetragenen Kurzreferate von frischgebackenen Landwirten widerspiegelten eine grosse Begeisterung für die durchlebten und bevorstehenden Tätigkeiten im Berufsfeld Landwirtschaft. Nicht nur die Arbeit bei schönstem Wetter auf dem Feld, auch die grosse Verantwortung im Umgang mit Maschinen und Tieren wurden angesprochen. Aber am wichtigsten sei die grosse Unterstützung von Familie, Berufsbildner und Freunden gewesen, schilderte Sonja Geiser, frisch diplomierte Landwirtin EFZ. Mit ihren fröhlichen, frischen und modernen Klängen umrahmte die Liebegger Musik die einzelnen Referate stilvoll. "Als Bauernsohn freue ich mich ganz besonders, Ihnen Glückwünsche von der Aargauer Regierung überbringen zu dürfen", führte Regierungsrat und Vorsteher des Departements Bildung, Kultur und Sport, Alex Hürzeler in seiner Grussbotschaft aus. Eine Kindheit auf dem Bauernhof prägt einem fürs Leben. Auch als Einwohner eine Fricktaler Landgemeinde sind ihm die Themen rund ums Bauern – nicht nur Kirschenpflücken – nach wie vor sehr nahe, schilderte Hürzeler. Schulkommissionspräsident Hansjörg Erne erläuterte, dass eine Bauernfamilie nichts Rückständiges ist, eine Bauernfamilie ist ein erfolgreiches Zukunftsmodell. Manchmal bekommen wir vielleicht nicht so viel Anerkennung für unsere Arbeit. Aber für unsere Bodenständigkeit, unsere Freiheit, der grossen Verantwortung sowie für unsere Leidenschaft für den Beruf, werden wir von vielen beneidet, bemerkt Erne.

Berufsstolz ausweisen

Wer weiss - wenn der Regisseur von "Back to the future", Robert Zemeckis, in den 1980-er Jahren unseren Wissenstand gehabt hätte, wäre die Hauptfigur Marty McFly bei seiner Filmankunft in der Zukunft am 21. Oktober 2015 vielleicht sogar ein Junglandwirt gewesen, der sich mit Begeisterung und Stolz für den schönsten Beruf der Welt entschieden hat, mutmasste Hansruedi Häfliger zum Schluss. Und Alex Hürzeler bemerkte, dass heute die Früchte der Mühen geerntet werden und die Absolventinnen und Absolventen Ihre Diplome erhalten. Sein Blick in die Zukunft verrät, dass durch den ewigen Kreislauf der Natur nach der Ernte vor der Ernte ist und motivierte die Junglandwirtinnen und Junglandwirte, weitere Meilensteine in der beruflichen Laufbahn in Angriff zu nehmen.

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