Zur letzten Generalversammlung der Interessengemeinschaft der FHNW am 16.Januar 2014 begrüsste die Präsidentin Marianne Rauber-Jaeggli Brugg über 30 Mitglieder und Interessierte aus der Region, sowie die Referentin URSULA RENOLD, Präsidentin des Fachochschulrates der FHNW.

Vom Vorstand nahmen Heidi Ammon, Gemeindeammann Windisch, die für die Saalreservation im Campus und den Apero verantwortlich war und Daniel Moser, Stadtammann Brugg teil.

Gemäss Statuten fördert der Verein die Sicherung des Standortes Brugg-Windisch als Bildungszentrum. 2013 konnte die Fachhochschule Nordwestschweiz ihren Hauptsitz eröffnen. Somit hat die IG ihr Ziel erreicht und kann sich verabschieden. Im Februar 2000 erwarben Brugg und Windisch für 1.5 Mio. das Markthallen-Areal, welches sie in der Folge auf die Waagschale PRO BRUGG legten.   Im Grossen Rat des Kantons Aargau ging es auf Messer’s Schneide. Inzwischen haben sich die Gemüter beruhigt, die Fachhochschule in Brugg-Windisch ist Realität. Am Anfang nahmen über 40 z.T. hochrangige Personen teil an den Zusammenkünften. In einem Überblick über die vergangenen 11 Jahre, seit der Gründung 1999, erwähnte die Präsidentin ihren Vorgänger, NR Melchior Ehrler, Direktor des Schweizerischen Bauernverbandes. 2005 übernahm Marianne Rauber-Jaeggli das Präsidium, sehr gut unterstützt durch die HH Rolf Alder, Brugg und Hanspeter Scheiwiler, Windisch. Trotz unseren Versuchen ein breiteres Publikum anzusprechen und bestqualifizierten Referenten konnten wir nicht mehr so viele Teilnehmer an unseren GV verzeichnen. Nach der Bewilligung der Rechnung wurde der Verein einstimmig aufgelöst und statutengemäss der verbleibende Rest des Kapitals, nach Abschluss offener Zahlungen, der Heilpädagogischen Schule Windisch zugesprochen.

Nachstehend ein Überblick über die vergangenen Generalversammlungen:

2006 überraschte Prof.Dr. Stefan Nebiker mit Geomatik an der FHNW: 3D-Geoinformations-Technologie für die interaktiven Karten der Zukunft und Prof. Dr. Gerda Huber befasste sich mit dem Thema Life Sciences, d.h. mit der Forschung einerseits in pharmazeutisch-chemischen Produkten und andererseits mit unternehmerisch relevantem Recycling, sowie der medizinischen Diagnose von z.B. Prion-Erkrankungen (BSE/Kreutzfeld-Jakob, etc.) 2007 Thema WASSER: Prof. Dr. Kurt Charles Heiniger und Dr.Christoph Holliger erläuterten spannende Forschungsprojekte an der FH. 2008 hörten wir Prof. Clemens Dransfeld über die neusten Entwicklungen in Sachen Kunststoffe. Es besteht eine rege Zusammenarbeit mit dem KATZ – Kunststoff Ausbildungs- und Technologie-Zentrum in Aarau. 2009 sprach Prof.Hermann Forneck (Dir. Der Pädagogischen Hochschule) „Was verändert sich zwischen Primarschule und Familie durch die gegenwärtigen Reformen?“- Herausforderung für Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler. 2010 Regierungsrat Dr. Alex Hürzeler „Begrüssung und Ausblick aus Sicht des Regierungsrates“ / Prof.Dr. Richard Bührer „Rückblick und Ausblick aus der Sicht des Direktionspräsidenten FHNW“. 2011 Prof. Dr. Heinz Schüpbach, Direktor für Angewandte Psychologie, „Steigerung der Zuverlässigkeit bei Sicherheitskontrollen an Flughäfen“ / „Wissenstransfer bei altersgemischter Zusammenarbeit“. 2012 Prof. Pia Hirt Monico, Prof. Pädagogische Hochschule FHNW „Weiterbildung bringt Mehrwert“ – Entwicklung in der Weiterbildung. 2013 ging es um die Ressourceneffizienz in der Schweiz. Prof. Dr.Thomas Heim, Leiter Zentrum für Ressourceneffizienz betonte wie wir Energie sparen und immer mehr Energie verbrauchen, die Technik Dinge kleiner mache und unser Raumbedarf stets steigt etc. Unsere Fachhochschule umfasst ein immenses Pensum an lebenswichtigen Ausbildungs- und Forschungs-Objekten. Zum Abschluss hören wir heute Ursula Renold über aktuelle Tatsachen in diesem Zusammenhang.

Die FHNW gestern - heute – morgen:

U. Renold hat eine bemerkenswerte Laubahn hinter sich: Von der kaufmännischen Angestellten, über nachgeholte Matura und Doktorat (Dissertation „Wo das Männliche aufhört, da fängt das Weibliche an“, beim Bundesamt für Berufsbildung, Vising Fellow an der Harward Universität, Konjunkturforschungsstelle an der ETH und Honorarprofessorin der Bundesagentur für Arbeit in Mannheim/Deutschland, hat die FH heute die Ehre sie als Präsidentin des Fachhochschulrates in ihren Reihen zu wissen.

Von Pestalozzi und Stapfer, der bereits zu Beginn des 19. Jahrhundert u.a. Visionen einer Universität in seinem Heimatkanton hatte, entwickelte sich die Bildungslandschaft der Schweiz von der allgemeinen Schulpflicht zur dualen Bildung. Die Berufsmatura, mit beruflicher Ausbildung, führt gleichwertig zur universitären Ausbildung, wie die ordentliche Matura. Die kantonsübergreifende Fachhochschule von Basel-Stadt, Basel-Land, Solothurn und Aargau ist ein Vorbild in der schweizerischen Fachochschul-Landschaft. In anderen Gegenden hapert es mit der Zusammenarbeit. Als attraktive Arbeitgeberin zieht die FHNW hochrangige Dozenten an und lockt damit auch Studenten aus der ganzen Schweiz und dem Ausland an. Die Zusammenarbeit mit dem nahegelegenen PSI und der ETH tragen das ihre zur Qualität bei. Die Zukunft hat erst begonnen.

Den Abschluss bildete der Apero.

Marianne Rauber-Jaeggli