In Hunzenschwil läuft zur Zeit ein Projektwettbewerb für ein neues Oberstufenschulhaus. Die wichtigsten Eckpunkte zum Wettbewerb:

  • Bausumme ca. 11.5 Mio. Franken
  • 4 Klassenzimmer à 70 m2
  • 1 Vorbereitungszimmer à 35 m2
  • 2 Gruppenräume à 35 m2
  • 1 Sprachzimmer à 70 m2
  • 1 Zimmer Schulsozialarbeit à 17.5 m2
  • 1 Gemeindesaal/Mehrzweckraum à 210 m2

Der Gemeinderat will nun endlich den Schulraumbedarf der Unter- und Mittelstufe realisieren. Wäre man diese Planung frühzeitig angegangen, hätte der Steuerzahler von Hunzenschwil von Subventionen profitieren können. Leider wurde dies wegen der Strategie des Gemeinderates verhindert.

Nun will man in Hunzenschwil für nur 4 Klassen ein Oberstufenschulhaus bauen. Die Zimmer des geplanten Oberstufenschulhaus entsprechen mit 70 m2 den minimalen kantonalen Anforderungen. Einzig der zukünftige Gemeindesaal / Mehrzweckraum wurde mit 210 m2 grosszügig geplant.

Für Oberstufenschüler ist es wichtig, grosszügige Schulzimmer zu haben, damit auch die zukünftigen Anforderungen an die Schule erfüllt werden können. Das bestehende Oberstufenschulhaus hat deswegen schon Zimmergrössen von 80 m2.

Da Hunzenschwil ein normales Schulhaus benötigt, könnte man auf den geplanten Wettbewerb mit ca. 7 Architekten verzichten. Die eingesparten Wettbewerbskosten könnten für grössere Schulräume eingesetzt werden. Gemäss Berechnungen würde der Betrag problemlos für die zusätzlichen Kosten ausreichen.

Ebenfalls ist es sehr speziell, dass im Projektwettbewerb für ein Oberstufenschulhaus kein Mitglied der Kreisschulpflege im Preisgericht vorgesehen ist. Dafür aber 4 Personen der Einwohnervereinigung Hunzenschwil (EVH)

Die Partei um Silvana Richner und Peter Grusche (EVH) will die Kreisschulpflege als gewählte Behördenvertreter nicht einbeziehen. Man geht somit wieder auf Konfrontation statt lösungsorientiert zu arbeiten.

Nach langem muss nun auch unsere Frau Gemeindeammann feststellen, dass sie bei der Planung von einem alten Gesetz ausgegangen ist und ihre Aussagen anlässlich der Herbsgemeindeversammlung nicht dem neuen Schulgesetz entsprachen und somit nicht umgesetzt werden können. Vor drei Monaten hat der Regierungsrat auf Antrag des Gemeinderates eine Bewilligung für die Kreisschule Lotten auf drei Standorten erteilt, sofern die gesetzlichen Bestimmungen erfüllt werden. Nun muss wohl nachträglich beim Regierungsrat eine befristete Ausnahmebewilligung beantragt werden. Dies weil unsere Frau Gemeindeammann sich nur auf die statistischen Zahlen der Firma Kohli und Partner abstützte und die Daten der Kreisschulpflege nicht einbezogen hat.

Anscheinend sind die Verantwortlichen Mitglieder des Gemeinderates mit der Situation überfordert . Wie soll die Bevölkerung über einen Baukredit über 11.5 Mio. befinden bei so vielen Unbekannten? Wo ist der Kompromiss, welcher endlich Ruhe in die Kreisschule bringt?

Ein Kompromiss könnte so aussehen:

  • Schulraum für 6 Abteilungen und somit die Möglichkeit eines Hauptstandortes
  • Zimmergrösse analog des bestehenden Oberstufenschulhauses (mindestens 80 m2)
  • Kein teurer Projektwettbewerb mit max. 7 Architekten
  • Standort des Schulpavillon überdenken

Bei dieser Variante würde die Bausumme um ca. 2 Mio. Franken höher ausfallen. Für die nächsten 15-20 Jahren wäre dann aber genügend Schulraum vorhanden. Man könnte die gesetzlichen Rahmenbedingungen jederzeit erfüllen. Dies auch hinsichtlich einer späteren Schulreform mit       Sek I + Sek II.

Leider ist ein Kompromiss mit unserer jetzigen Frau Gemeindeammann (EVH) sowie ihrer Partei nicht möglich.