Baden

Höchste Standards erfüllt: KSB als Venenkompetenzzentrum ausgezeichnet

megaphoneLeserbeitrag aus BadenBaden
KSB-Angiologe Daniel Hasselmann bei der Laserbehandlung von Besenreisern.

Laser-Therapie

KSB-Angiologe Daniel Hasselmann bei der Laserbehandlung von Besenreisern.

Ob Krampfadern, Besenreiser oder offene Wunden: Bei der Behandlung von Venenerkrankungen ist das Kantonsspital Baden (KSB) nun offiziell eine der ersten Adressen. Es ist von der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie als einzige Klinik in der Schweiz mit dem Zertifikat «Venenkompetenzzentrum» ausgezeichnet worden.

Dieses Gütesiegel steht gemäss dem Berufsverband der Phlebologen (Gefässspezialisten) für «höchste und vor allem für eine geprüfte und transparente Qualität in der Phlebologie». Um das Zertifikat zu erhalten, muss ein Spital eine hohe Struktur- und Versorgungsqualität sowie Prozesssicherheit nachweisen. Ziel der Zertifizierung ist es, Patienten mit Venenleiden eine Orientierungshilfe zu bieten.

«Das Zertifikat ist mit hohen Qualitätsanforderungen verbunden. Wir freuen uns sehr, dass es uns gelungen ist, diese allesamt zu erfüllen», sagt Daniel Hasselmann, Leitender Arzt am KSB-Gefässzentrum. Die Arbeit der Angiologen und Gefässchirurgen am KSB wird nicht nur von den Experten, sondern auch von den Patienten geschätzt. Deren Weiterempfehlungsrate liegt bei 95,4 Prozent.

Grosse medizinische Fortschritte

Gerade in der Behandlung von Venenkrankheiten hat die Medizin in der jüngeren Vergangenheit grosse Fortschritte erzielt. «Offene Beine beispielsweise hat man früher einfach mit einem Verband umwickelt. Damit wurden allerdings nur die Symptome, nicht aber die Ursache bekämpft», sagt Hasselmann. «Mittlerweile kann man offene Beine bis ins hohe Alter therapeutisch behandeln.»

Es überrascht daher nicht, dass die Nachfrage nach entsprechenden Angeboten seit Jahren steigt. Die Vielfalt an komplexen Krankheitsbildern, mit denen das Gefässzentrum des KSB Tag für Tag konfrontiert ist, verdeutlicht Hasselmann an zwei Patienten-Beispielen.

Tumor am Fuss und Verschluss der Becken-Venen

Der erste Fall betrifft eine 82-jährige Patientin, deren offene Wunde am Bein man anfangs auf ein Krampfaderleiden zurückführte. Innert zwei Wochen konnten die Ärzte diese Wunde fast heilen – aber nur fast. «Wir führten eine Biopsie durch, um der Ursache auf den Grund zu gehen. Dabei entdeckten wir einen Tumor, den wir anschliessend rausoperierten. Mittlerweile geht es der Patientin wieder bestens.»

Das zweite Beispiel bezieht sich auf einen Patienten im Rollstuhl. Dieser hatte neben einer Wunde viel Wasser im Bein, aber keine Krampfadern. Bei der Ultraschall-Untersuchung stellte sich heraus, dass es infolge des Unfalls, der ihn an den Rollstuhl fesselte, auch zu einem Verschluss einer Becken-Vene kam. Hasselmann: «Mit dem Einsetzen eines Stents schwoll das Bein ab, und die Wunde heilte.»

Beide Fälle wurden im interdisziplinären Gefässboard besprochen, wo sich Fachspezialisten wie Chirurgen, Angiologen und Radiologen regelmässig austauschen.

«Dank dieser Zusammenarbeit vereinigen wir ein grosses medizinisches Know-how unter einem Dach. Wir können so komplexe Fälle rasch und unkompliziert besprechen, um die optimale Therapie für den Patienten zu finden», sagt Hasselmann. Dieses interdisziplinäre Zusammenspiel war mit ein Grund, weshalb das KSB mit dem Zertifikat «Venenkompetenzzentrum» ausgezeichnet wurde.

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